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BENERVA Tabl 300 mg 20 Stk

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Rezeptpflichtiges Medikament

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    • PZN / EAN
      CH00208249 / 7680256360153
    • Darreichung
      Tabletten
    • Hersteller
      Farmaceutica Teofarma Suisse SA

    Produktdetails & Pflichtangaben

    Wirkstoffe & Hilfsstoffe

    Wirkstoffe

    • 300 mg Thiamin hydrochlorid
    Weitere Produktinformationen
    Benerva®Farmaceutica Teofarma Suisse SAZusammensetzung

    Wirkstoff

    Tabletten/Ampullen: Thiamini hydrochloridum (Vitamin B1).

    Hilfsstoffe

    Tabletten 100 mg: Lactose, Saccharose, Excip. pro compr.

    Tabletten 300 mg: Excip. pro compr.

    Ampullen (pro 1 ml): Conserv.: Phenolum 5 mg, Glycerolum, Natrii dihydrogenophosphas dihydricus, Aqua ad iniectabilia.

    Galenische Form und Wirkstoffmenge pro Einheit

    Tabletten zu 100 ,mg Thiamin.

    Tabletten zu 300 ,mg Thiamin.

    Ampulle (1 ml, Injektionslösung) zu 100 ,mg Thiamin.

    Indikationen/Anwendungsmöglichkeiten

    Supplementierung und Prophylaxe

    Thiamin-Mangel-Zustände, verursacht durch suboptimale Zufuhr, vermehrten Bedarf oder Resorptionsstörungen, wie sie unter anderem beim Alkoholabusus vorkommen.

    Physiologischerweise ist der Thiamin-Bedarf während Schwangerschaft, Laktation und bei vermehrter Muskelarbeit erhöht.

    Therapeutische Anwendung

    Beriberi (B1-Avitaminose), Wernicke-Enzephalopathie, Kardiomyopathien der Alkoholiker.

    Die folgenden Zustände können, soweit sie mit primärem und sekundärem Thiamin-Mangel in Zusammenhang stehen, durch Benerva günstig beeinflusst werden: Neuropathien, wie Neuritiden und Neuralgien, Myalgien und muskuläre Insuffizienz.

    Dosierung/Anwendung

    Erwachsene und Jugendliche ab 12 Jahren

    übliche Dosierung

    Prophylaxe

    100 ,mg oral jeden zweiten Tag zur Behandlung leichter Mangelsymptome und zur Deckung eines erhöhten Bedarfs.

    Therapie

    100 ,mg oral täglich zur Behandlung mittelschwerer Mangelsymptome.

    200-300 ,mg oral täglich zur Behandlung schwerer Mangelsymptome.

    Bei ausgeprägten Thiamin-Hypovitaminosen und Thiamin-Avitaminosen, zum Beispiel alkoholischer Kardiomyopathie, Wernicke-Enzephalopathie und Beriberi, kann eine einleitende parenterale Therapie (i.m. oder langsam i.v.) in einer Dosierung bis 200 ,mg täglich erfolgen, um schnell einen ausreichenden Thiamin-Blutspiegel zu erzielen.

    Die Anwendung und Sicherheit bei Kindern und Jugendlichen ist bisher nicht systematisch geprüft worden.

    Spezielle Dosierungsanweisungen

    In schweren Fällen eines Thiamin-Mangels empfiehlt sich zur Einleitung der Therapie die parenterale Verabreichung. Für die Fortsetzung der Therapie sollte, wenn möglich, die orale Zufuhr gewählt werden.

    Anwendung

    Tabletten: Mit Flüssigkeit unzerkaut schlucken.

    Ampullen: Prinzipiell sollte die intravenöse Injektion sehr langsam vorgenommen werden.

    Kontraindikationen

    Bekannte überempfindlichkeit gegen einen der Inhaltsstoffe gemäss Zusammensetzung.

    Benerva 100 mg

    Die Tabletten enthalten Laktose und Saccharose, daher sollten Personen mit Galaktose- oder Fruktose-Intoleranz, Lapp Laktase-Defizienz, Glukose-Galaktose-Malabsorption oder Sucrase-Isomaltase-Insuffizienz Benerva nicht einnehmen.

    Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen

    Ampullen

    Die intravenöse Injektion sollte auf hospitalisierte Patienten beschränkt bleiben. Zur Verhütung anaphylaktoider Reaktionen ist der oralen Applikation, so weit wie möglich, der Vorzug zu geben.

    Interaktionen

    Thiosemicarbazon und 5-Fluorouracil heben als Thiaminantagonisten die Wirkung von auf.

    Antazida hemmen die Resorption von Thiamin.

    Schwangerschaft/Stillzeit

    Thiamin kann in einer Menge, die dem täglichen Bedarf für Schwangere und Stillende entspricht, eingenommen werden. Bei Tagesdosen, wie sie mit Benerva verabreicht werden, sind weder kontrollierte Studien bei Tieren noch bei Schwangeren verfügbar. Obschon bis heute keine ernsten, nachteiligen Folgen bekannt sind, sollte das Arzneimittel während der Schwangerschaft und Stillzeit nicht angewendet werden, es sei denn, es ist klar notwendig.

    Wirkung auf die Fahrtüchtigkeit und auf das Bedienen von Maschinen

    Es wurden keine entsprechenden Studien durchgeführt. Jedoch ist aufgrund der Einnahme bzw. Anwendung von Bernerva kein Einfluss auf die Fahrtüchtigkeit oder die Fähigkeit, Maschinen zu bedienen, zu erwarten.

    Unerwünschte Wirkungen

    Die aufgeführten unerwünschten Arzneimittelwirkungen basieren auf Spontanberichten, daher ist eine Anordnung nach den Häufigkeitskategorien gemäss CIOMS III nicht angemessen.

    Erkrankungen des Immunsystems

    Allergische und anaphylaktische Reaktionen. Hypersensitivitätsreaktionen beinhalten Asthma Syndrom, milde bis moderate Reaktionen von Haut, und/oder Atemwegen, Gastrointestinaltrakt und kardiovaskulärem System. Die Symptome können Ausschlag, Urtikaria, Oedeme, Pruritus und/oder kardio-respiratorische Reaktionen sein.

    Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts (Tabletten)

    Nausea, Vomitus, Diarrhö, gastrointestinale und abdominale Schmerzen.

    Allgemeine Störungen und Reaktionen an der Applikationsstelle (Injektionslösung).

    Reaktionen an der Injektionsstelle.

    Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von grosser Wichtigkeit. Sie ermöglicht eine kontinuierliche überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels. Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdacht einer neuen oder schwerwiegenden Nebenwirkung über das Online-Portal ElViS (Electronic Vigilance System) anzuzeigen. Informationen dazu finden Sie unter www.swissmedic.ch.

    Überdosierung

    Thiamin wird über lange Zeit bis zum Mehrhundertfachen des Tagesbedarfs in der Regel ohne toxische Reaktionen vertragen und verursacht keine pathologischen Blut- und Organveränderungen.

    Eine Thiamin-Hypervitaminose ist nicht bekannt.

    Eigenschaften/Wirkungen

    ATC-Code: A11DA01

    Wirkungsmechanismus/Pharmakodynamik

    Vitamin B1 wird in der internationalen Nomenklatur als Thiamin bezeichnet.

    Thiamin bildet in Form von Thiaminpyrophosphat die Wirkgruppe verschiedener Enzyme.

    Es spielt eine wichtige Rolle beim Abbau der Kohlenhydrate, im Zitronensäurezyklus, im Pentosephosphatzyklus (bei der Transketolasereaktion) sowie bei weiteren biochemischen Reaktionen.

    Thiaminpyrophosphat ist für die Erregungsbildung im peripheren Nerv, für die Erholungsprozesse nach der Erregung und für die Erregungsübertragung vom Nerv auf den Muskel von Bedeutung.

    Der Thiamin-Bedarf ist abhängig von der Kohlenhydratzufuhr. Und zwar werden im Kohlenhydratstoffwechsel zur Erzeugung von etwa 4200 kJ durchschnittlich 0,4 ,mg Thiamin benötigt.

    Bei länger dauerndem Thiaminmangel treten klinische Symptome, wie Polyneuritiden, Bradykardie und psychische Veränderungen, auf. Das Krankheitsbild einer ausgeprägten Thiamin Avitaminose stellt die Beriberi dar.

    Pharmakokinetik

    Absorption

    Thiamin wird nach der Absorption, die vorwiegend im Jejunum und im Ileum stattfindet, in seine eigentliche Wirkform, das Thiaminpyrophosphat (Cocarboxylase), übergeführt.

    Metabolismus

    Die Ausscheidung erfolgt grösstenteils mit dem Harn in Form von Metaboliten und zu einem geringen Anteil als unverändertes Thiamin.

    Elimination

    Bei Dosen im Bereich des normalen Tagesbedarfs (1,5-2,5 mg) beträgt die Eliminationshalbwertszeit des Thiamins 10-20 Tage.

    Präklinische Daten

    Für Thiamin konnten keine mutagene und karzinogene Effekte gefunden werden.

    Sonstige Hinweise

    Beeinflussung diagnostischer Methoden

    Thiamin kann zu falsch positiven Resultaten der Urobilinogenbestimmung mit Reaktion nach Ehrlich führen.

    Hohe Dosen von Thiamin können mit der spektrophotometrischen Schack-und-Waxler Bestimmung von Theophyllin im Serum interferieren.

    Haltbarkeit

    Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf der Verpackung mit EXP bezeichneten Datum verwendet werden.

    Besondere Lagerungshinweise

    Tabletten und Ampullen: Bei Raumtemperatur (15-25 ,°,C) lagern.

    Hinweise für die Handhabung

    Ampullen: Die gebrauchsfertige Zubereitung enthält ein Konservierungsmittel. Restmengen sollen verworfen werden.

    Zulassungsnummer

    10989, 25636 (Swissmedic).

    Zulassungsinhaberin

    Farmaceutica Teofarma Suisse SA, 6901 Lugano.

    Stand der Information

    April 2019.

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