Redcare Apotheke

TAVEGYL Tabl 1 mg 20 Stk

Abbildung ähnlich

Rezeptpflichtiges Medikament

Diesen Artikel dürfen wir nur gegen Vorlage eines Originalrezeptes versenden (Schweizer Heilmittelgesetz). Wenn Sie ein Rezept von Ihrem Arzt erhalten haben, können Sie dies über unseren MediService einlösen.
    • PZN / EAN
      CH00388056 / 7680336670356
    • Darreichung
      Tabletten
    • Hersteller
      Spirig HealthCare AG

    Produktdetails & Pflichtangaben

    Wirkstoffe & Hilfsstoffe

    Wirkstoffe

    • 1 mg Clemastin

    Hilfsstoffe

    • Magnesium stearat
    • Maisstärke
    • 107.66 mg Lactose-1-Wasser
    • Povidon
    • Talkum
    Weitere Produktinformationen
    Tavegyl, TablettenSpirig HealthCare AGZusammensetzungWirkstoffe

    Clemastin (als Clemastinfumarat).

    Hilfsstoffe

    Lactose-Monohydrat (107.66 ,mg pro Tablette), Maisstärke, Magnesiumstearat, Povidon, Talkum.

    Darreichungsform und Wirkstoffmenge pro Einheit

    1 Tablette (mit Bruchrille) enthält: 1.34 ,mg Clemastinfumarat, entsprechend 1.0 ,mg Clemastin.

    Die Tabletten sind weisslich, rund, mit abgeflachter Kante, ohne überzug, mit einseitiger Prägung «,OT»,, die Tabletten können in zwei gleich grosse Hälften geteilt werden.

    Indikationen/Anwendungsmöglichkeiten

    Heuschnupfen und andere Formen der allergischen Rhinitis, Urtikaria einschl. Dermographismus, Pruritus, juckende Dermatosen. Als Adjuvans bei akuten und chronischen Ekzemen, Kontaktdermatitis und Arzneimittelexanthemen. Insektenstiche und -bisse.

    Dosierung/Anwendung

    Tavegyl, Tabletten vor dem Essen mit etwas Wasser einnehmen.

    Erwachsene und Jugendliche ab 12 Jahren

    1 Tablette morgens und abends. In refraktären Fällen können täglich bis zu 6 Tabletten verabreicht werden, die maximale Einzeldosis beträgt 2 Tabletten.

    Kinder von 6 bis zu 12 Jahren

    Vor dem Frühstück und vor dem Schlafengehen: ½, ,- ,1 Tablette.

    Maximale Anwendungsdauer

    Ohne ärztliche Anweisung soll Tavegyl nicht länger als 14 Tage eingenommen werden.

    Die empfohlene Dosierung nicht überschreiten.

    Kontraindikationen

    überempfindlichkeit gegenüber dem Wirkstoff Clemastin, anderen ähnlichen Antihistaminika oder einem der Hilfsstoffe gemäss Zusammensetzung.

    Patienten, die unter Porphyrie leiden, sollten nicht mit Tavegyl behandelt werden.

    Kindern unter 6 Jahren dürfen Tavegyl, Tabletten nicht verabreicht werden.

    Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen

    Bei älteren Patienten mit Vorsicht anwenden, da bei dieser Patientengruppe eher Nebenwirkungen wie paradoxe Erregungen auftreten können. Bei verwirrten älteren Patienten sollte die Anwendung vermieden werden.

    Tavegyl kann eine sedative Wirkung ausüben. Beim Lenken von Fahrzeugen oder beim Bedienen von Maschinen usw. ist deshalb Vorsicht geboten. Die ZNS-Dämpfung kann auch bei kleinen Kindern besonders ausgeprägt sein.

    Antihistaminika sollten mit Vorsicht angewendet werden bei Patienten mit Epilepsie oder Krampfneigung, Engwinkelglaukom, stenosierendem Ulcus pepticum, pyloroduodenaler Obstruktion, Prostatahypertrophie mit Restharnbildung und Blasenhalsobstruktion.

    Tavegyl, Tabletten enthalten Laktose. Patienten mit der seltenen hereditären Galactose-Intoleranz, völligem Lactase-Mangel oder Glucose-Galactose-Malabsorption sollten dieses Arzneimittel nicht einnehmen.

    Interaktionen

    Antihistaminika verstärken die sedative Wirkung von ZNS-dämpfenden Arzneimitteln wie Hypnotika, Narkotika, Monoaminooxidase-Hemmern (MAO-Hemmern), Antidepressiva, Anxiolytika, Opioid-Analgetika und Alkohol.

    Da Clemastin anticholinerge Aktivität besitzt, werden die Wirkungen von Anticholinergika (z.B. Atropin, trizyklische Antidepressiva) verstärkt.

    Clemastin wird intensiv in der Leber metabolisiert. Bei Leberinsuffizienz muss daher mit verlangsamtem Abbau und erhöhter Exposition gerechnet werden.

    Schwangerschaft/Stillzeit

    Das Arzneimittel hat schädliche pharmakologische Wirkungen auf die Schwangerschaft und/oder den Föten bzw. das Neugeborene. Während der Schwangerschaft und der Stillzeit darf das Arzneimittel nicht eingenommen werden.

    Wirkung auf die Fahrtüchtigkeit und auf das Bedienen von Maschinen

    Aufgrund der sedativen Wirkung (Antihistaminikum) hat Tavegyl einen ausgeprägten Einfluss auf die Fahrtüchtigkeit oder die Fähigkeit, Maschinen zu bedienen. Der Patient soll entsprechend informiert werden, er darf in diesem Fall kein Fahrzeug lenken und keine Maschinen bedienen.

    Unerwünschte Wirkungen

    Bei der Bewertung von Nebenwirkungen werden folgende Häufigkeiten zugrunde gelegt: Sehr häufig (&ge,1/10), häufig (&ge,1/100, <,1/10), gelegentlich (&ge,1/1000, <,1/100), selten (&ge,1/10'000, <,1/1000), sehr selten (<,1/10'000).

    Die Häufigkeit von Nebenwirkungen wurde nicht in prospektiven Studien erfasst und es sind deshalb keine verlässlichen Häufigkeitsangaben möglich. Aufgrund von Postmarketing-Erfahrung können unerwünschte Wirkungen nach MedDRA-Systemorganklassen geordnet wie folgt beschrieben werden:

    Erkrankungen des Immunsystems

    Selten: überempfindlichkeitsreaktionen (Hautausschlag, Atemnot, anaphylaktischer Schock).

    Erkrankungen des Nervensystems

    Sehr häufig: Sedierung, vorwiegend bei Kindern auch Erregungszustände des ZNS.

    Häufig: Somnolenz.

    Gelegentlich: Kopfschmerzen, Schwindel.

    Herzerkrankungen

    Selten: Tachykardie.

    Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts

    Gelegentlich: Mundtrockenheit, übelkeit, Gastralgie, Obstipation.

    Erkrankungen der Haut und des Unterhautgewebes

    Gelegentlich: Hautreaktionen.

    Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von grosser Wichtigkeit. Sie ermöglicht eine kontinuierliche überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels. Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdacht einer neuen oder schwerwiegenden Nebenwirkung über das Online-Portal ElViS (Electronic Vigilance System) anzuzeigen. Informationen dazu finden Sie unter www.swissmedic.ch.

    ÜberdosierungSymptome:

    Die Wirkung einer Antihistaminika-überdosierung kann zwischen Dämpfung und Stimulierung des Zentralnervensystems variieren, wie z.B. herabgesetztes Bewusstsein, Agitiertheit, Halluzinationen oder Konvulsionen. Erregungs-Symptome kommen vor allem bei Kindern vor. Anticholinerge Symptome wie Mundtrockenheit, Mydriasis oder Hitzegefühl (Flush), Störungen des Magen-Darm-Traktes und Tachykardie können ebenfalls auftreten.

    Behandlung:

    Falls eine überdosierung vorliegt, sollte der Patient unterstützend behandelt und falls notwendig entsprechend überwacht werden.

    Das Vorgehen richtet sich nach den klinischen Erfordernissen bzw. nach den Empfehlungen des jeweiligen toxikologischen Informationszentrums.

    Eigenschaften/WirkungenATC-Code

    R06AA04

    Wirkungsmechanismus

    Tavegyl (Clemastin) ist ein H1-Rezeptorenblocker. Es gehört zur Benzhydryl-äther-Gruppe der Antihistamine. Tavegyl hemmt die Histaminrezeptoren vom Typ H1 selektiv und reduziert die Kapillarpermeabilität. Es hat einen antihistaminen und juckreizstillenden Effekt und eine Wirkungsdauer bis zu 12 Stunden.

    Pharmakodynamik

    Keine weiteren Angaben.

    Klinische Wirksamkeit

    Keine weiteren Angaben.

    PharmakokinetikAbsorption

    Nach oraler Gabe wird Tavegyl (Clemastin) fast vollständig aus dem Magendarmtrakt absorbiert. Die maximalen Plasmaspiegel werden nach 2 ,- ,5 Stunden erreicht. Die antihistamine Wirkung des Arzneimittels erreicht nach 5 ,- ,7 Stunden ihren Höhepunkt, sie hält in der Regel 10 ,- ,12 Stunden, in einigen Fällen sogar bis zu 24 Stunden an.

    Distribution

    Die Plasmaproteinbindung von Clemastin beträgt 95%.

    Metabolismus

    Clemastin wird intensiv in der Leber metabolisiert.

    Elimination

    Die Elimination aus dem Plasma erfolgt biphasisch mit Halbwertszeiten von 3,6 ,±, ,0,9 Stunden und 37 ,±, ,16 Stunden. Die Metaboliten werden zu 45 ,- ,65% über die Nieren in den Urin ausgeschieden, in dem lediglich Spuren der unveränderten Substanz gefunden werden. Bei stillenden Frauen gelangt der Wirkstoff in relevanten Mengen in die Muttermilch.

    Präklinische Daten

    Basierend auf den konventionellen Studien zur Sicherheitspharmakologie, Toxizität bei wiederholter Gabe, Reproduktions- und Entwicklungstoxizität, Genotoxizität und zum kanzerogenen Potential lassen die präklinischen Daten keine besonderen Gefahren für den Menschen erkennen.

    Sonstige HinweiseHaltbarkeit

    Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf dem Behälter mit «,EXP», bezeichneten Datum verwendet werden.

    Besondere Lagerungshinweise

    Bei 15 ,- ,30 ,°,C aufbewahren.

    Für Kinder unerreichbar aufbewahren.

    Zulassungsnummer

    33667 (Swissmedic)

    Zulassungsinhaberin

    Spirig HealthCare AG, Egerkingen

    Stand der Information

    Februar 2021

    Sie haben weitere Fragen? Wir sind für Sie da!
    Per E-Mailredcare@mediservice.ch
    Per Telefon+41 32 686 20 20
    Rückruf-Service
    Bitte wählen Sie ein Zeitfenster für den Rückruf
    Bitte wählen Sie ein Zeitfenster für den Rückruf