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VITAMIN B1 Streuli Tabl 300 mg 100 Stk

Abbildung ähnlich

Rezeptpflichtiges Medikament

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    • PZN / EAN
      CH01143210 / 7680340780256
    • Darreichung
      Tabletten
    • Hersteller
      Streuli Pharma AG

    Produktdetails & Pflichtangaben

    Wirkstoffe & Hilfsstoffe

    Wirkstoffe

    • 300 mg Thiamin hydrochlorid

    Hilfsstoffe

    • Magnesium stearat
    • Talkum
    • Povidon K25
    • Rizinusöl, hydriertes
    • Cellulose, mikrokristalline
    Weitere Produktinformationen
    Vitamin B1 Streuli®Streuli Pharma AGZusammensetzung

    Wirkstoff: Thiamini hydrochloridum.

    Hilfsstoffe: Excipiens pro compr.

    Galenische Form und Wirkstoffmenge pro Einheit

    1 teilbare Tablette 300 mg enthält: Thiamini hydrochloridum 300 mg.

    Indikationen/AnwendungsmöglichkeitenTherapeutische Anwendung bei

    Beriberi (B1-Avitaminose: periphere Polyneuritiden, Neuralgien, Myalgien, muskuläre Insuffizienz), Wernicke-Enzephalopathie, Vitamin B1-abhängiger Kardiomyopathie.

    Dosierung/AnwendungErwachsene und Jugendliche ab 12 Jahren

    Zur Behandlung leichter bis mittelschwerer Mangelsymptome: 150 mg jeden 2. Tag bzw. täglich.

    Zur Behandlung schwerer Mangelsymptome: initial 300 ,mg/d, anschliessend 150 mg/d.

    Die Tabletten sind unzerkaut mit etwas Flüssigkeit einzunehmen.

    Die Anwendung und Sicherheit bei Kindern unter 12 Jahren ist bisher nicht systematisch geprüft worden.

    In schweren Fällen eines Vitamin B1-Mangels empfiehlt sich zur Einleitung der Therapie die parenterale Verabreichung. Für die Fortsetzung der Therapie sollte, wenn möglich, die orale Zufuhr gewählt werden.

    Kontraindikationen

    Bekannte überempfindlichkeit gegen einen der Inhaltsstoffe gemäss Zusammensetzung.

    Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen

    Bei korrekter Anwendung von Vitamin B1 Streuli Tabletten müssen keine Vorsichtsmassnahmen ergriffen werden.

    Interaktionen

    Thiamin kann die Wirkung von neuromuskulären Hemm­,stoffen verstärken. Die klinische Relevanz dieses Phänomens ist allerdings unbekannt.

    Antacida hemmen die Resorption von Vitamin B1.

    Schwangerschaft/Stillzeit

    Es liegen keine klinischen Daten mit Anwendung bei Schwangeren sowie keine hinreichenden tierexperimentellen Studien zur Auswirkung auf Schwangerschaft, Embryonalentwicklung, Entwicklung des Föten und/oder die postnatale Entwicklung vor. Unter diesen Umständen ist bei Vitamin B1 Streuli in Dosen, die über der RDA (recommended daily dietary allowance) liegen, bei der Anwendung während der Schwangerschaft Vorsicht geboten.

    Die RDA von Thiamin beträgt 1,5-1,6 mg für schwangere und stillende Frauen.

    Während der Schwangerschaft und Stillzeit ist der Bedarf an Vitamin B1 erhöht. Trotzdem wird im Allgemeinen genügend Vitamin B1 mit der Nahrung aufgenommen.

    Wirkung auf die Fahrtüchtigkeit und auf das Bedienen von Maschinen

    Nicht zutreffend.

    Unerwünschte Wirkungen

    In Einzelfällen kann es zu überempfindlichkeitsreaktionen kommen (Schweissausbrüche, Tachykardie, Hautreaktionen mit Juckreiz und Urtikaria).

    Überdosierung

    Es wurden keine Fälle von überdosierung berichtet.

    Vitamin B1 wird über längere Zeit bis zum Mehrhundertfachen des Tagesbedarfs in der Regel ohne toxische Reaktionen vertragen und verursacht keine pathologischen Blut- und Organveränderungen.

    Eigenschaften/Wirkungen

    ATC-Code: A11DA01

    Wirkungsmechanismus

    Wie alle wasserlöslichen B-Vitamine ist auch das Vitamin B1 oder Thiamin als Coenzym von Fermenten im Intermediärstoffwechsel besonders an der Bildung energiereicher Substanzen im Kohlenhydratstoffwechsel wesentlich beteiligt.

    Wegen der grossen Bedeutung des Thiamins für den normalen Kohlenhydratstoffwechsel entwickeln sich bei einem Vitamin B1-Mangel Symptome und Funktionsstörungen besonders in den Geweben mit hoher Kohlenhydrat­,oxidation, also im Nerven- und Muskelgewebe.

    Der Thiaminbedarf ist von der Kalorienzufuhr abhängig und sollte täglich bei etwa 0,5 mg/1000 kcal (0,35 µ,mol/1000 kJ) entsprechend 1,2-1,5 mg (3,6-4,4 µ,mol) liegen. Bei einer gesteigerten Stoffwechsellage, z.B. bei Hyperthyreose, Fieber, Schwangerschaft und Laktation, liegt der Bedarf höher.

    Bei länger dauerndem Thiaminmangel (ab 2-3 Wochen) treten klinische Symptome, wie psychische Veränderun­,gen, Polyneuritiden und Bradykardie auf. Das Krankheitsbild einer ausgeprägten B1-Avitaminose stellt die Beriberi dar.

    PharmakokinetikAbsorption

    Nach peroraler Applikation von kleinen Dosen wird Thiamin nahezu vollständig absorbiert. Aufgrund der aktiven Resorption werden selbst nach Einnahme hoher Dosen nur 4-8 mg absorbiert. Bei Alkoholikern und bei Patienten mit Malabsorption und Leberzirrhose ist die Aufnahme eingeschränkt.

    Die Rate, nicht jedoch das Ausmass der Thiamin-Absorption, wird durch die gleichzeitige Einnahme von Mahlzeiten beeinflusst.

    Distribution

    Thiaminpyrophosphat wird in alle Körpergewebe verteilt. Der Körperbestand an Thiamin wird auf 30 mg geschätzt, der tägliche Turnover beträgt 1 mg.

    100-200 µ,g von Thiamin werden unter physiologischen Bedingungen täglich in die Milch von stillenden Frauen ausgeschieden.

    Metabolismus

    Thiamin interagiert in der Leber, Niere und Leukozyten mit ATP, wobei das aktive Substrat Thiamindiphosphat (Thiaminpyrophosphat) gebildet wird.

    Thiaminpyrophosphat ist bei der oxidativen Decarboxylierung von Pyruvat beteiligt, wobei das entstehende Acetyl-CoA den Weg zum Citronensäurezyklus öffnet.

    Im Krebszyklus bewirkt Thiaminpyrophosphat die oxidative Decarboxylierung der &alpha,-Ketoglutarsäure zu Bernsteinsäure. Ausserdem ist Thiaminpyrophosphat Coenzym der Transketolasereaktion, die an der direkten Glucoseoxidation im Pentosephosphatzyklus beteiligt ist.

    Elimination

    Nach Verabreichung physiologischer Dosen werden im Urin neben mehreren Metaboliten wenig bis kein unverändertes Thiamin ausgeschieden.

    Nach Applikation hoher Dosen werden jedoch aufgrund einer Sättigung der Speicher sowohl Metaboliten als auch unverändertes Thiamin renal ausgeschieden.

    Präklinische Daten

    Es liegen keine präparatespezifischen Daten vor.

    Sonstige HinweiseBeeinflussung diagnostischer Methoden

    Keine bekannt.

    Haltbarkeit

    Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf dem Behälter mit «,EXP», bezeichneten Datum verwendet werden.

    Besondere Lagerungshinweise

    Bei Raumtemperatur (15-25 °C) und ausser Reichweite von Kindern aufbewahren.

    Hinweise für die Handhabung

    Die Tabletten sind unzerkaut mit etwas Flüssigkeit einzunehmen.

    Zulassungsnummer

    34078 (Swissmedic).

    Zulassungsinhaberin

    Streuli Pharma AG, 8730 Uznach.

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