DAFALGAN Supp 300 mg 10 Stk
Rezeptpflichtiges Medikament
- PZN / EAN
- CH01498918 / 7680475050460
- Darreichung
- Suppositorien
- Hersteller
- UPSA Switzerland AG
Produktdetails & Pflichtangaben
Wirkstoffe
- 300 mg Paracetamol
Hilfsstoffe
- Soja-Lecithin
- Hartfett
Paracetamol.
HilfsstoffeBrausetabletten mit Bruchrille (teilbar) zu 500 ,mg ParacetamolCitronensäure, wasserfrei (E ,330), Natriumhydrogencarbonat, Natriumcarbonat, wasserfrei (E ,500), 126,10 mg Sorbitol (E ,420), Docusat-Natrium, Povidon K30, Saccharin-Natrium (E ,954), 50 ,mg Natriumbenzoat (E ,211), Grapefruit/Orange Geschmack (enthält 0,28 mg Saccharose, 0,83 mg Glucose, 0.96 mg Fructose).
Eine Brausetablette zu 500 ,mg Paracetamol enthält 197 mg Natrium.
Brausetabletten mit Zierrille zu 1 ,g ParacetamolCitronensäure, wasserfrei (E ,330), Natriumhydrogencarbonat, Natriumcarbonat, wasserfrei (E ,500), 252,20 mg Sorbitol (E ,420), Docusat-Natrium, Povidon K30, 100 mg Natriumbenzoat (E ,211), Saccharin-Natrium, Grapefruit/Orange Geschmack (enthält 0.55 mg Saccharose, 1.65 mg Glucose, 1.93 mg Fructose)
Eine Brausetablette zu 1 ,g Paracetamol enthält 394 ,mg Natrium.
Filmtabletten zu 1 ,g ParacetamolTablettenkern: Hydroxypropylcellulose (E ,463), Croscarmellose-Natrium (E ,468), hochdisperses, hydrophobes Siliciumdioxid, Glyceroldibehenat, Magnesiumstearat.
Filmüberzug: Hypromellose, mittelkettige Triglyzeride, Polydextrose, Calciumkarbonat.
Eine Filmtablette enthält ca. 1 ,mg Natrium.
Suppositorien zu 80 ,mg ParacetamolHartfett mit Zusatzstoffen (enthält max. 9,2 ,mg Sojalecithin je Zäpfchen).
Suppositorien zu 150 ,mg ParacetamolHartfett mit Zusatzstoffen (enthält max. 8,5 ,mg Sojalecithin je Zäpfchen).
Suppositorien zu 300 ,mg ParacetamolHartfett mit Zusatzstoffen (enthält max. 10 ,mg Sojalecithin je Zäpfchen).
Suppositorien zu 600 ,mg ParacetamolHartfett mit Zusatzstoffen (enthält max. 16 ,mg Sojalecithin je Zäpfchen).
Darreichungsform und Wirkstoffmenge pro EinheitBrausetabletten zu 500 ,mg oder 1 ,g Paracetamol.
Filmtabletten zu 1 ,g Paracetamol.
Zäpfchen zu 80 ,mg, 150 ,mg, 300 ,mg oder 600 ,mg Paracetamol.
Indikationen/AnwendungsmöglichkeitenBrausetabletten (500 ,mg/1 ,g) und Filmtabletten (1 ,g):Behandlung von leichten bis mässig starken Schmerzen (Kopfschmerzen, Zahnschmerzen, Schmerzen im Bereich von Gelenken und Bändern, Rückenschmerzen, Schmerzen während der Menstruation, Schmerzen nach Verletzungen, Schmerzen bei Erkältungskrankheiten). Symptomatische Behandlung von Fieber.
Filmtabletten (1 ,g), Brausetabletten (1 ,g):Symptomatische Behandlung von Arthroseschmerzen.
Suppositorien:Die Suppositorien können bei leichten bis mittelstarken Schmerzen (Kopfschmerzen, Zahnschmerzen, Schmerzen im Bereich von Gelenken und Bändern, Rückenschmerzen, Schmerzen während der Menstruation, Schmerzen nach Verletzungen, Schmerzen bei Erkältungskrankheiten) angewendet werden. Sie können auch symptomatisch bei Fieber angewendet werden.
Dosierung/AnwendungDie maximale Tagesdosis von 4'000 ,mg Paracetamol darf nicht überschritten werden. Die maximale Tagesdosis für Kinder von 9 bis 12 Jahren beträgt 2'000 ,mg. Kinder unter 9 Jahren erhalten niedrigere Dosierungen (siehe Tabelle), die streng beachtet werden müssen.
Um das Risiko einer überdosierung zu verhindern, sollte sichergestellt werden, dass andere Arzneimittel, die gleichzeitig genommen werden, kein Paracetamol enthalten. Die maximale kontinuierliche Anwendungsdauer für Kinder bis 12 Jahren beträgt ohne ärztliche Konsultation 3 Tage.
Brausetabletten mit Bruchrille (teilbar) zu 500 ,mgBei Kindern (<,12 Jahre) muss die Dosis entsprechend dem Körpergewicht bestimmt werden. Das minimale Gewicht von Patienten >,12 Jahren muss beachtet werden.
Gewicht (Alter) | Empfohlene Einzeldosis | Maximale Tagesdosis |
|---|---|---|
22-30 ,kg | 300-500 ,mg | 1,5 ,g |
30-40 ,kg | 400-600 ,mg | 2 ,g |
>,40 ,kg | 500-1'000 ,mg | 4 ,g |
Zwischen den Einzeldosen ist ein Zeitabstand von 4-8 Std. (Erwachsene) oder 6-8 Std. (Kinder) einzuhalten.
Die Brausetabletten sollen in einem grossen Glas Wasser aufgelöst werden, damit eine klare Lösung entsteht. Tabletten nicht zerkauen oder schlucken.
Brausetabletten mit Zierrille zu 1 ,gGewicht (Alter) | Empfohlene Einzeldosis | Maximale Tagesdosis |
|---|---|---|
>,50 ,kg | 1 ,g | 4 ,g |
Zwischen den Einzeldosen ist ein Zeitabstand von 4-8 Stunden einzuhalten.
In einem grossen Glas Wasser auflösen, damit eine klare Lösung entsteht. Tabletten nicht zerkauen oder schlucken.
Die Brausetabletten zu 1 ,g dürfen an der Zierrille nicht geteilt werden.
Dafalgan Brausetabletten 1 ,g sollen von Erwachsenen oder Kindern unter 50 ,kg nicht eingenommen werden, da dies zu einer überdosierung (mehr als die empfohlene Dosis) und somit zu einer Leberschädigung führen kann.
Filmtabletten zu 1 ,gGewicht (Alter) | Empfohlene Einzeldosis | Maximale Tagesdosis |
|---|---|---|
>,50 ,kg | 1 ,g | 4 ,g |
Zwischen den Einzeldosen ist ein Zeitabstand von 4-8 Stunden einzuhalten.
Die ganzen Filmtabletten sollen zusammen mit etwas Flüssigkeit (z.B. Wasser, Milch, Fruchtsaft) geschluckt werden. Die eingeprägte Kerbe ist nicht zur Teilung der Tablette oder zur Halbierung der Dosis vorgesehen.
Dafalgan Filmtabletten 1 ,g sollen von Erwachsenen oder Kindern unter 50 ,kg nicht eingenommen werden, da dies zu einer überdosierung (mehr als die empfohlene Dosis) und somit zu einer Leberschädigung führen kann.
SuppositorienKinder:bis 6 Monate: Suppositorien zu 80 ,mg.
6 Monate - 1 Jahr: Suppositorien zu 80 ,mg und zu 150 ,mg.
1-3 Jahre: Suppositorien zu 150 ,mg.
3-6 Jahre: Suppositorien zu 150 ,mg und zu 300 ,mg.
6-9 Jahre: Suppositorien zu 300 ,mg.
9-12 Jahre: Suppositorien zu 300 ,mg und zu 600 ,mg.
>,12 Jahre und Erwachsene: Suppositorien zu 600 ,mg.
Bei Kindern (<,12 Jahre) muss die Dosis entsprechend dem Körpergewicht bestimmt werden. Das minimale Gewicht von Patienten >,12 Jahren muss beachtet werden. Bei Kindern ist die empfohlene Dosis von Paracetamol Suppositorien ca. 60 mg/kg/Tag, aufgeteilt in 4 Gaben à, je ca. 15 mg/kg pro Einzeldosis.
Gewicht (Alter) | Empfohlene Einzeldosis | Maximale Tagesdosis |
|---|---|---|
5-7 ,kg | 70-100 ,mg | 320 ,mg |
7-10 ,kg | 100-150 ,mg | 480 mg |
10-15 ,kg | 150-200 ,mg | 600 ,mg |
15-22 ,kg | 200-300 ,mg | 900 ,mg |
22-30 ,kg | 300-500 ,mg | 1'500 ,mg (5 Supp. zu 300 ,mg) |
30-40 ,kg | 400-600 mg | 1'800 ,mg |
>,40 ,kg | 600-1'200 ,mg | 3'600 ,mg |
Zwischen den Einzeldosen ist ein Zeitabstand von 6-8 Std. einzuhalten.
überdosierung kann zu sehr schweren Leberschäden führen.
Aufgrund des Risikos der lokalen Toxizität, sollen Suppositorien nicht öfter als 4 mal täglich verwendet werden. Die Dauer der rektalen Behandlung soll so kurz wie möglich sein.
Die Anwendung von Suppositorien ist bei Patienten mit Diarrhoe nicht empfohlen.
Spezielle PatientengruppenPädiatrische PatientenDie maximale Tagesdosis darf 75 ,mg/kg Körpergewicht nicht überschreiten. Der minimale Zeitabstand zwischen den Einzeldosen ist 6-8 Stunden.
ältere PatientenEs ist normalerweise keine Dosisanpassung bei älteren Patienten erforderlich (siehe «,Pharmakokinetik: Kinetik spezieller Patientengruppen»,). Allerdings sollten gleichzeitig bestehende Risikofaktoren berücksichtigt werden, die teilweise bei älteren Menschen auftreten und eine Dosisanpassung erfordern.
LeberfunktionsstörungenBei Patienten mit einer chronischen oder kompensierten aktiven Lebererkrankung, insbesondere bei einer milden bis moderaten hepatozellulären Insuffizienz, chronischem Alkoholismus, chronischer Mangelernährung (niedrige Reserven an hepatischem Glutathion) oder Dehydratation, sowie bei erwachsenen kachektischen Patienten muss die Einzeldosis reduziert oder das Dosisintervall verlängert werden. Die tägliche Dosis darf 2 ,g nicht übersteigen (siehe auch «,Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen»,).
Bei Patienten mit einer schweren Leberfunktionsstörung ist Dafalgan kontraindiziert (siehe «,Kontraindikationen»,).
NierenfunktionsstörungenBei Patienten mit einer Nierenfunktionsstörung sollte das minimale Einnahmeintervall angepasst werden und die maximale tägliche Dosierung reduziert werden, gemäss der folgenden Tabelle.
Brausetabletten (500 ,mg/1 ,g), Filmtabletten (1 ,g) und Suppositorien:Kreatininclearance | Dosierungsintervall | Maximale tägliche Dosis |
|---|---|---|
cl 10-50 ,ml/min | 6 Stunden | 3000 mg/Tag |
cl <,10 ,ml/min | 8 Stunden | 2000 mg/Tag |
- überempfindlichkeit gegenüber dem Wirkstoff und verwandten Substanzen (z.B. Propacetamol) oder einem der Hilfsstoffe gemäss Zusammensetzung. Dafalgan Suppositorien enthalten Lecithin aus Sojaöl (Sojalecithin). Bei überempfindlichkeit gegen Soja oder Erdnuss sind Dafalgan Suppositorien kontraindiziert (siehe «,Zusammensetzung»,).
- Schwere Leberfunktionsstörungen (Leberzirrhosis und Aszites)/akute Hepatitis oder dekompensierte, aktive Lebererkrankung.
- Hereditäre konstitutionelle Hyperbilirubinämie (Morbus Meulengracht).
In folgenden Fällen ist vor dem Behandlungsbeginn eine ärztliche Konsultation erforderlich:
- Niereninsuffizienz (Kreatinin-Clearance <,50 ,ml/min, siehe «,Dosierung/Anwendung»,),
- Leichte bis mässiggradige Leberinsuffizienz (siehe «,Dosierung/Anwendung»,),
- Glucose-6-Phosphat-Dehydrogenase-Mangel (kann zu hämolytischer Anämie führen),
- gleichzeitigem Gebrauch von potentiell lebertoxischen oder leberenzyminduzierenden Arzneimitteln,
- Anorexie, Bulimie, Kachexie, chronische Mangelernährung, Nahrungskarenz, Sepsis (niedrige Reserven an hepatischem Glutathion) (siehe «,Dosierung/Anwendung»,),
- Dehydration, Hypovolämie.
Höhere Dosierungen als empfohlen bergen das Risiko einer sehr schweren Leberschädigung. Klinische Symptome einer Leberschädigung können normalerweise nach 1 bis 2 Tagen nach einer Paracetamol-überdosierung gesehen werden. Eine maximale Leberschädigung kann gewöhnlich nach 3 bis 4 Tagen beobachtet werden. Die Behandlung mit einem Antidot soll so schnell wie möglich begonnen werden (siehe «,überdosierung»,).
Es ist Vorsicht geboten, wenn Paracetamol gleichzeitig mit Flucloxacillin verabreicht wird, da ein erhöhtes Risiko für eine metabolische Azidose mit vergrösserter Anionenlücke (HAGMA) besteht.
Patienten mit erhöhten Risiko für eine metabolische Azidose mit vergrösserter Anionenlücke sind insbesondere jene mit schwerer Nierenfunktionsstörung, Sepsis oder Mangelernährung, vor allem, wenn Tageshöchstdosen von Paracetamol angewendet werden.
Nach gleichzeitiger Verabreichung von Paracetamol und Flucloxacillin wird eine engmaschige überwachung empfohlen, um das Auftreten von Ungleichgewichten des säure-Basen-Haushaltes, insbesondere einer metabolischen Azidose mit vergrösserter Anionenlücke, festzustellen. Es sollte auch ein Urintest im Hinblick auf 5-Oxoprolin erfolgen.
Wenn Flucloxacillin nach Absetzen von Paracetamol weiter angewendet wird, ist es ratsam sicherzustellen, dass keine Zeichen einer metabolischen Azidose mit vergrösserter Anionenlücke vorliegen, da die Möglichkeit besteht, dass Flucloxacillin das Krankheitsbild der metabolischen Azidose mit vergrösserter Anionenlücke aufrechterhält (siehe Kapitel «,Interaktionen»,).
Paracetamol kann schwere Hautreaktionen wie akutes generalisiertes pustulöses Exanthem (AGEP), Stevens-Johnson Syndrom (SJS) und toxisch-epidermale Nekrolyse (TEN) auslösen, welche tödlich sein können. Patienten sollten über die Symptome schwerer Hautreaktionen informiert werden und die Anwendung des Arzneimittels sollte beim ersten Auftreten von Hautreaktionen oder anderer Anzeichen einer überempfindlichkeit abgebrochen werden.
Alkoholkonsum während der Behandlung wird nicht empfohlen. Alkohol kann die Hepatotoxizität von Paracetamol steigern, dies insbesondere bei gleichzeitiger Nahrungskarenz oder Mangelernährung. In solchen Fällen kann bereits eine therapeutische Paracetamoldosis zu Leberschädigung führen.
Der Patient muss darauf aufmerksam gemacht werden, dass Schmerzmittel nicht ohne ärztliche Verordnung über längere Zeit regelmässig eingenommen werden dürfen. Längerdauernde Schmerzen bedürfen einer ärztlichen Abklärung.
Die Eltern von Kindern sind darauf aufmerksam zu machen, dass Schmerzmittel nicht ohne ärztliche Verordnung über längere Zeit regelmässig eingenommen werden dürfen und dass bei Kindern hohes Fieber oder eine Verschlechterung des Zustandes eine frühzeitige ärztliche Konsultation erfordert.
Wenn Analgetika über einen längeren Zeitraum (>,3 ,Monate) bei Patienten mit chronischen Kopfschmerzen angewendet werden und die Anwendung alle zwei Tage oder häufiger erfolgt, können Kopfschmerzen auftreten oder bereits bestehende Kopfschmerzen sich verschlimmern. Kopfschmerzen, die durch übermässigen Gebrauch von Analgetika hervorgerufen werden, sollten nicht durch eine Dosiserhöhung behandelt werden. In solchen Fällen sollte die Einnahme von Analgetika in Absprache mit dem Arzt abgebrochen werden.
Die langfristige Einnahme von Schmerzmitteln, insbesondere bei Kombination mehrerer schmerzstillender Wirkstoffe, kann zur dauerhaften Nierenschädigung mit dem Risiko eines Nierenversagens (Analgetika-Nephropathie) führen.
Bei Patienten mit erschöpftem Glutathionstatus wie z.B. bei einer Sepsis, kann die Anwendung von Paracetamol das Risiko einer metabolischen Azidose erhöhen.
Süssstoffe (Sorbitol, Fructose, Glucose, Saccharose)Dafalgan Brausetabletten (500 ,mg und 1 ,g) enthalten Sorbitol und Fructose. Patienten mit hereditärer Fructoseintoleranz (HFI) dürfen dieses Arzneimittel nicht einnehmen / erhalten. Die additive Wirkung gleichzeitig angewendeter Sorbitol oder Fructose-haltiger Arzneimittel und die Einnahme von Sorbitol oder Fructose über die Nahrung ist zu berücksichtigen. Der Sorbitolgehalt oral angewendeter Arzneimittel kann die Bioverfügbarkeit von anderen gleichzeitig oral angewendeten Arzneimitteln beeinflussen.
Die Brausetabletten (500 mg und 1 g) enthalten Glucose. Patienten mit der seltenen Glucose-Galactose-Malabsorption sollten dieses Arzneimittel nicht anwenden.
Dafalgan Brausetabletten (500 mg und 1 g) enthalten Saccharose. Patienten mit der seltenen hereditären Fructose-/Galactose-Intoleranz, einer Glucose-Galactose-Malabsorption oder einer Sucrase-Isomaltase-Insuffizienz sollten dieses Arzneimittel nicht anwenden.
NatriumFilmtabletten zu 1 ,g: Dieses Arzneimittel enthält weniger als 1 ,mmol Natrium (23 ,mg) pro Tablette resp., d.h. sie sind nahezu «,natriumfrei»,.
Brausetabletten zu 500 ,mg: Dieses Arzneimittel enthält 197 mg Natrium pro Brausetablette, entsprechend 9.8 ,% der von der WHO empfohlenen maximalen täglichen Natriumaufnahme mit der Nahrung. Die maximale tägliche Dosis dieses Arzneimittels entspricht 80 ,% der von der WHO empfohlenen maximalen täglichen Natriumaufnahme. Dafalgan Brausetabletten zu 500 ,mg gelten als natriumreich. Dies sollte insbesondere bei Patienten mit natriumarmer Diät berücksichtigt werden.
Brausetabletten zu 1 ,g: Dieses Arzneimittel enthält 394 ,mg Natrium pro Brausetablette, entsprechend 19.7 ,% der von der WHO empfohlenen maximalen täglichen Natriumaufnahme mit der Nahrung. Die maximale tägliche Dosis dieses Arzneimittels entspricht 80 ,% der von der WHO empfohlenen maximalen täglichen Natriumaufnahme. Dafalgan Brausetabletten zu 1 ,g gelten als natriumreich. Dies sollte insbesondere bei Patienten mit natriumarmer Diät berücksichtigt werden.
NatriumbenzoatDafalgan Brausetabletten (500 ,mg und 1 ,g) enthalten Benzoat. Benzoat kann Gelbsucht (Gelbfärbung von Haut und Augen) bei Neugeborenen (im Alter bis zu 4 Wochen) verstärken. Eine Zunahme des Bilirubingehalts im Blut nach Verdrängung von Albumin kann einen Neugeborenenikterus verstärken und zu einem Kernikterus (nicht-konjugierte Bilirubinablagerungen im Hirngewebe) führen.
InteraktionenEnzyminduktoren wie Phenobarbital, Carbamazepin, Isonicotinsäurehydrazid (Isoniazid, INH) und Rifampicin steigern die Hepatotoxizität von Paracetamol: Bei gleichzeitiger Gabe von Paracetamol ist Vorsicht geboten.
Phenytoin: Bei gleichzeitiger Einnahme kann es zur verminderten Wirksamkeit von Paracetamol und durch den Anstieg toxischer Paracetamol-Metaboliten zu einem gesteigerten Risiko einer Hepatotoxizität führen. Patienten, die eine Phenytoin Therapie erhalten, sollten eine übermässige und/oder chronische Einnahme von Paracetamol vermeiden. Patienten sollten auf Hinweise einer Hepatotoxizität überwacht werden.
Alkohol: siehe unter «,Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen»,.
Mittel, welche die Magenentleerung verlangsamen (z.B. Propanthelin) senken die Resorptionsgeschwindigkeit.
Mittel, welche die Magenentleerung beschleunigen (z.B. Metoclopramid) steigern die Resorptionsgeschwindigkeit.
Chloramphenicol: Die Eliminationshalbwertszeit von Chloramphenicol wird durch Paracetamol um das 5-fache verlängert.
Salicylamid: Salicylamid verlängert die Eliminationshalbwertszeit von Paracetamol und vermehrt den Anfall lebertoxischer Metabolite.
Chlorzoxazon: Bei gleichzeitiger Gabe von Paracetamol und Chlorzoxazon steigt die Hepatotoxizität beider Substanzen.
Zidovudin: Durch die gleichzeitige Anwendung von Zidovudin und Paracetamol wird die Neigung zu einer Neutropenie verstärkt.
Probenecid hemmt die Konjugation von Paracetamol mit Glucuronsäure und führt dadurch zu einer etwa um die Hälfte reduzierten Paracetamol-Clearance. Bei gleichzeitiger Einnahme sollte die Paracetamoldosis verringert werden.
Cholestyramin verringert die Aufnahme von Paracetamol.
Antikoagulantien: Der antikoagulierende Effekt von Warfarin und anderen Kumarinen kann bei langfristiger, täglicher Einnahme von Paracetamol verstärkt auftreten und damit das Risiko von Blutungen erhöhen. Der INR-Wert sollte während der gleichzeitigen Einnahme, wie auch 1 Woche nach Beendigung der Paracetamol-Therapie, vermehrt überwacht werden. Gelegentliche Einnahmen haben keinen signifikanten Effekt. Daten zur Interaktion von Paracetamol mit den neueren oralen Antikoagulantien (Dabigatran, Rivaroxaban, Apixaban) liegen nicht vor.
Flucloxacillin: Vorsicht wird empfohlen, wenn Paracetamol (hauptsächlich in hohen Dosen und/oder über einen längeren Zeitraum) gleichzeitig mit Flucloxacillin eingenommen wird, da die gleichzeitige Einnahme dieser Arzneimittel mit einer metabolischen Azidose mit hoher Anionenlücke verbunden wurde, insbesondere bei Patienten mit Risikofaktoren (siehe Abschnitt «,Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen»,).
Wechselwirkungen mit paramedizinischen Tests
Paracetamol kann die Bestimmung der Harnsäure im Blut mit der Phosphowolframsäure-Methode beeinträchtigen.
Schwangerschaft/StillzeitSchwangerschaftEpidemiologische Studien zur Neuroentwicklung von Kindern, die im Uterus Paracetamol ausgesetzt waren, weisen keine eindeutigen Ergebnisse auf. Das Risiko von Funktions- und Organschäden, Missbildungen und Adaptionsstörungen bei einer Paracetamol-Einnahme während der Schwangerschaft in korrekter Dosierung gilt z.Zt. als gering. Man verfügt über keine kontrollierten Studien bei schwangeren Frauen. Tierexperimentelle Studien zeigen keine Reproduktionstoxizität (siehe «,Präklinische Daten»,).
Falls es klinisch erforderlich ist, kann Paracetamol während der Schwangerschaft eingenommen bzw. angewendet werden. Es sollte jedoch in der niedrigsten wirksamen Dosis für die kürzest mögliche Zeit und mit der niedrigstmöglichen Häufigkeit eingenommen bzw. angewendet werden.
StillzeitParacetamol tritt in die Muttermilch über. Die Konzentration in der Muttermilch ist ähnlich wie die momentane Konzentration im Plasma der Mutter. Es wurde über Hautausschlag bei den gestillten Säuglingen berichtet. Es sind jedoch keine bleibenden, nachteiligen Folgen für den Säugling bekannt. Obwohl die Anwendung von Paracetamol als vereinbar mit Stillen betrachtet wird, ist bei der Anwendung von Dafalgan während der Stillzeit Vorsicht geboten.
FertilitätKlinische Daten zur Fertilität sind nicht verfügbar. In tierexperimentellen Studien mit Paracetamol wurde eine Auswirkung auf die Fertilität festgestellt (siehe «,Präklinische Daten»,).
Wirkung auf die Fahrtüchtigkeit und auf das Bedienen von MaschinenLangjährige Erfahrungen mit dem Wirkstoff zeigen in der empfohlenen Dosierung keine negativen Einflüsse auf die Reaktionsfähigkeit.
Unerwünschte WirkungenSehr häufig (&ge,1/10), häufig (&ge,1/100, <,1/10), gelegentlich (&ge,1/1'000, <,1/100), selten (&ge,1/10'000, <,1/1'000), sehr selten (<,1/10'000).
Erkrankungen des Blutes und des LymphsystemsSelten: Thrombozytopenie, Neutropenie, Leukopenie, Agranulozytose, Panzytopenie, hämolytische Anämie (speziell bei Patienten mit G-6-PD-Mangel).
Erkrankungen des ImmunsystemsSelten: anaphylaktische Reaktion (einschliesslich Hypotonie), anaphylaktischer Schock, überempfindlichkeitsreaktion, Angioödem.
Ein kleiner Teil (5-10%) der Patienten mit Acetylsalicylsäure-induziertem Asthma oder anderen Manifestationen einer sogenannten Acetylsalicylsäure-Intoleranz kann in ähnlicher Weise auch auf Paracetamol reagieren (Analgetika-Asthma).
Erkrankungen der Atemwege, des Brustkorbs und des MediastinumsHäufigkeit nicht bekannt: Bronchospasmus.
Erkrankungen des GastrointestinaltraktsHäufig: Erbrechen.
Häufigkeit nicht bekannt: Diarrhoe, Bauchschmerzen.
Leber- und GallenerkrankungenSiehe unter «,Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen», und «,überdosierung»,.
Häufigkeit nicht bekannt: Anstieg der Leberenzyme, Cholestase, Gelbsucht.
Erkrankungen der Haut und des UnterhautzellgewebesGelegentlich: Urtikaria, Erythem, Ausschlag.
Sehr selten: Akutes generalisiertes pustulöses Exanthem (AGEP), toxisch-epidermale Nekrolyse (TEN, Lyell Syndrom), Stevens-Johnson-Syndrom (SJS).
Häufigkeit nicht bekannt: Purpura, Flushing, Pruritus, fixes Arzneimittelexanthem.
Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von grosser Wichtigkeit. Sie ermöglicht eine kontinuierliche überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels. Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdacht einer neuen oder schwerwiegenden Nebenwirkung über das Online-Portal ElViS (Electronic Vigilance System) anzuzeigen. Informationen dazu finden Sie unter www.swissmedic.ch.
ÜberdosierungEine unverzügliche medizinische Betreuung ist im Falle einer überdosierung notwendig, auch wenn die Symptome nicht präsent sind.
Nach oraler Einnahme von 7,5-10 ,g Paracetamol bei Erwachsenen und von 140-200 mg/kg Körpergewicht beim Kind (besonders bei prädisponierten Patienten wie z.B. solchen mit erhöhtem Alkoholkonsum oder verminderter Glutathionreserve bei Nahrungskarenz schon in geringeren Dosen) kommt es zu akuten Vergiftungserscheinungen an Zellen der Leber und des Nierentubulus in Form von lebensgefährlichen Zellnekrosen. Diese Nekrosen können hepatozelluläre Insuffizienz, metabolische Azidose (die in bestimmten Fällen aus Milchsäure oder Pyroglutaminsäure stammen kann) und Encephalopathie hervorrufen, welche zu Koma und Tod führen können.
Plasmakonzentrationen von >,200 ,µ,g/ml nach 4 Std., von >,100 ,µ,g/ml nach 8 Std., von >,50 ,µ,g/ml nach 12 Std. und von >,30 ,µ,g/ml nach 15 Std. führen zu Leberschäden mit tödlichem Verlauf im Coma hepaticum. Die Hepatotoxizität steht in direkter Abhängigkeit zur Plasmakonzentration.
Erste Anzeichen klinischer Symptome einer Leberschädigung sind gewöhnlich nach 1 bis 2 Tagen feststellbar und sie erreichen das Maximum nach 3-4 Tagen.
Symptome1. Phase (= 1. Tag): übelkeit, Erbrechen, abdominelle Schmerzen, Appetitlosigkeit, allgemeines Krankheitsgefühl, Blässe, Unwohlsein, Diaphorese (Schwitzen).
2. Phase (= 2. Tag): subjektive Besserung, Lebervergrösserung, erhöhte Transaminasewerte (AST, ALT), erhöhte Bilirubinwerte, Thromboplastinzeit verlängert, Zunahme der Laktatdehydrogenase.
3. Phase (= 3. Tag): Transaminasewerte (AST, ALT) stark erhöht, Ikterus, Hypoglykämie, Leberkoma.
Folgende Ereignisse wurden nach einer überdosierung von Paracetamol beobachtet:
- Hepatische Nekrose
- Akutes Nierenversagen,
- Disseminierte intravasale Gerinnung,
- Seltene Fälle von akuter Pankreatitis.
Eine wirksame Therapie sollte bereits bei Verdacht auf eine Intoxikation unverzüglich eingeleitet werden und folgende Massnahmen umfassen:
Magenspülung (ist nur innerhalb der ersten 1-2 Std. sinnvoll), dann Verabreichung von Aktivkohle. Orale Gabe von N-Acetylcystein oder Methionin. In Situationen, wo die orale Applikation des Antidots nicht oder nicht gut möglich ist (z.B. durch heftiges Erbrechen, Bewusstseinstrübung), kann dieses auch intravenös verabreicht werden, wenn möglich innerhalb von 8 Std. N-Acetylcystein kann nach 16 Std. noch einen gewissen Schutz bieten.
Paracetamol-Konzentration im Plasma messen (nicht früher als 4 Std. nach Einnahme).
Hepatische Tests müssen zu Beginn der Behandlung und alle 24 Std. durchgeführt und wiederholt werden. In den meisten Fällen normalisieren sich die hepatischen Transaminasen nach 1 bis 2 Wochen mit vollständiger Wiederherstellung der Leberfunktion. In sehr schweren Fällen kann jedoch eine Lebertransplantation notwendig sein.
Hämodialyse oder Peritonealdialyse zeigen bezüglich Elimination von Paracetamol keinen relevanten Nutzen.
Detaillierte Informationen zur Therapie können im Schweizerischen Toxikologischen Informationszentrum (STIZ) erfragt werden.
Eigenschaften/WirkungenATC-CodeN02BE01
WirkungsmechanismusParacetamol ist ein Analgetikum und Antipyretikum mit zentraler und peripherer Wirkung. Der Wirkungsmechanismus ist nicht eindeutig geklärt.
Für die analgetische Wirkung ist nachgewiesen, dass die Hemmung der Prostaglandin-Synthese zentral stärker ist als peripher.
Die antipyretische Wirkung beruht auf einer Hemmung des Effektes endogener Pyrogene auf das hypothalamische Temperaturregulationszentrum.
Paracetamol verfügt über keine ausgeprägte antiphlogistische Wirkung und hat keinen Einfluss auf die Hämostase oder die Magenschleimhaut.
Zwei klinische Studien zeigen, dass die schmerzlindernde Wirkung der Dafalgan Brausetabletten rascher eintritt als bei Paracetamol-Tabletten. Die mittlere Dauer bis der Wirkungseintritt wahrgenommen wird, beträgt 20 min anstelle von 45 min,