Redcare Apotheke

OSA Zahngel Tb 25 g

Abbildung ähnlich

Rezeptpflichtiges Medikament

Diesen Artikel dürfen wir nur gegen Vorlage eines Originalrezeptes versenden (Schweizer Heilmittelgesetz). Wenn Sie ein Rezept von Ihrem Arzt erhalten haben, können Sie dies über unseren MediService einlösen.
    • PZN / EAN
      CH02671075 / 7680429890531
    • Darreichung
      Gel
    • Hersteller
      VERFORA SA

    Produktdetails & Pflichtangaben

    Wirkstoffe & Hilfsstoffe

    Wirkstoffe

    • 13 mg Dexpanthenol
    • 80 mg Salicylamid
    • 1 mg Lidocain hydrochlorid-1-Wasser

    Hilfsstoffe

    • Glycerol
    • 1 mg Benzoesäure (E210)
    • Tricalciumphosphat
    • Hydroxyethylcellulose
    • Siliciumdioxid, hochdisperses
    • Saccharin natrium
    • Carmellose natrium
    Weitere Produktinformationen
    Osa® ZahngelVERFORA SAZusammensetzungWirkstoffe

    Salicylamid, Dexpanthenol, Lidocain hydrochlorid.

    Hilfsstoffe

    Tricalciumphosphat, Hydroxyethylcellulose, Carmellose-Natrium (E466), Glycerol (E422), Saccharin-Natrium (E954), Benzoesäure (E210) 1 mg/g, hochdisperses Siliciumdioxid, gereinigtes Wasser.

    Darreichungsform und Wirkstoffmenge pro Einheit

    1 ,g Gel zur Anwendung am Zahnfleisch (entspricht etwa 2.5 ,cm Gelstrang) enthält:

    80 ,mg Salicylamid, 13 ,mg Dexpanthenol, 1 ,mg Lidocainhydrochlorid.

    Indikationen/Anwendungsmöglichkeiten

    Zur kurzfristigen, symptomatischen Behandlung von Zahnungsbeschwerden bei Kleinkindern.

    Bei viralen Erkrankungen nur nach ärztlicher Verschreibung und nur als Mittel der zweiten Wahl anwenden (siehe «,Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen»,).

    Dosierung/Anwendung

    Das Gel wird mit einem Finger leicht auf die schmerzenden Stellen des Zahnfleisches gerieben.

    Kleinkinder bis 10 Monate: Verwendung eines Gelstrangs von 1,5-2 cm.

    Kleinkinder von 11 bis 14 Monaten: Verwendung eines Gelstrangs von ca. 2,5 cm.

    Kleinkinder ab 15 Monaten: Verwendung eines Gelstrangs von ca. 3 cm.

    Bei anhaltenden Beschwerden kann die Behandlung nach 1 Stunde wiederholt werden. Innert 24 Stunden können bis zu 6 Anwendungen vorgenommen werden.

    Kontraindikationen

    überempfindlichkeit gegen Salicylamid, Dexpanthenol, Lidocainhydrochlorid oder einen der Hilfsstoffe (siehe «,Zusammensetzung»,).

    Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen

    Osa Zahngel darf bei viralen Erkrankungen wie z.B. Windpocken oder Virusgrippe nur auf ärztliche Verschreibung und nur als Mittel der zweiten Wahl angewendet werden (wegen des möglichen Auftretens des Reye-Syndroms, einer lebensbedrohlichen Encephalopathie mit den Leitsymptomen starkes Erbrechen, Bewusstseinsstörung, Leberfunktionsstörung).

    Dieses Arzneimittel enthält 1 mg Benzoesäure pro 1 g Gel. Benzoesäure kann durch einen möglicherweise cholinergen Mechanismus nicht-immunologische lokale Sofortreaktionen hervorrufen. Die Resorption durch die unreife Haut von Neugeborenen ist signifikant.

    Interaktionen

    Es liegen keine Daten vor.

    Schwangerschaft/Stillzeit

    Nicht zutreffend.

    Wirkung auf die Fahrtüchtigkeit und auf das Bedienen von Maschinen

    Nicht zutreffend.

    Unerwünschte Wirkungen

    Die unerwünschten Wirkungen sind nach MedDRA-Systemorganklassen und Häufigkeit gemäss folgender Konvention geordnet: «,selten», (&ge,1/10'000, <,1/1'000) «,sehr selten», (<,1/10'000)

    Erkrankungen der Haut und des Unterhautgewebes

    In seltenen Fällen können Kontaktallergien (Ausschlag, Nesselfieber) auftreten. In diesem Fall ist die Behandlung abzubrechen.

    Leber- und Gallenerkrankungen

    Bei Salicylaten sehr selten: Reye-Syndrom.

    Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von grosser Wichtigkeit. Sie ermöglicht eine kontinuierliche überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels. Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdacht einer neuen oder schwerwiegenden Nebenwirkung über das Online-Portal ElViS (Electronic Vigilance System) anzuzeigen. Informationen dazu finden Sie unter www.swissmedic.ch.

    Überdosierung

    überdosierungen sind bei versehentlicher Einnahme des Gels durch Kleinkinder möglich.

    Es sind Fälle von akzidenteller überdosierung mit Osa Zahngel bekannt, wobei es selbst bei einer Einnahme von bis zu einer ganzen Tube Osa Zahngel (25 g) in keinem Fall zu schweren Intoxikationserscheinungen kam. Die folgenden Symptome standen im Vordergrund: Somnolenz, Nausea, Erbrechen, Ataxie und Muskelhypotonie. Die Symptome klangen nach etwa 4-6 Stunden in der Regel ohne Therapie spontan ab. In einem Fall kam es zu einer Bradykardie (bis 55/min), der weitere Verlauf war jedoch unproblematisch.

    Die Vergiftungssymptome entsprechen einer überdosierung mit Salicylamid und stimmen nicht mit denen einer Salicylatvergiftung überein (siehe «,Wirkmechanismus»,).

    Dexpanthenol gilt als nicht toxisch. Lidocain wird bei oraler Gabe zu etwa 30% resorbiert. Die toxische Dosis für schwere Symptome von Lidocain liegt bei Kleinkindern bei 100 mg (= 4 Tuben Osa Zahngel, 25 g).

    Eigenschaften/WirkungenATC-Code

    A01AD11

    Wirkungsmechanismus

    Osa Zahngel ist ein Arzneimittel zur Behandlung von Zahnungsschmerzen. Es enthält als Wirkstoffe Salicylamid, Lidocainhydrochlorid und Dexpanthenol, die sich in der Therapie akuter Zahnungsbeschwerden beim Kleinkind ergänzen. Typische Symptome der Zahnungsbeschwerden wie vermehrtes Weinen und Schreien, Unruhe, Schlafstörungen, Fieber, Rötung im Gesicht, gerötetes und geschwollenes Zahnfleisch, vermehrte Speichelbildung, Appetitverlust bzw. veränderte Trinkgewohnheitenwerden werden gelindert.

    Salicylamid wirkt analgetisch, antiphlogistisch und antipyretisch. Es besitzt eine relativ grosse therapeutische Breite. Der Wirkmechanismus ist nicht mit dem anderer Salicylate vergleichbar. Es findet keine Hemmung der Prostaglandinsynthese statt. Es ist davon auszugehen, dass die Wirkung auf einer Beeinflussung des ZNS beruht. Dafür spricht auch die leicht sedierende Wirkung.

    Lidocainhydrochlorid ist ein oberflächenwirksames Lokalanästhetikum, das die Schmerzen beim Zahnen lindert. Lokalanästhetika blockieren die Erregungsleitung der Nervenzelle durch eine Blockade der spannungsgesteuerten Natrium-Kanäle.

    Dexpanthenol, eine Vorstufe von Pantothensäure, wirkt granulationsfördernd. Bei topischer Anwendung unterstützt es die Heilung von Wunden und Schleimhautläsionen, verbessert die Barrierefunktion der Haut und wirkt entzündungshemmend.

    Pharmakodynamik

    Siehe Wirkungsmechanismus.

    Klinische Wirksamkeit

    Keine Daten vorhanden.

    Pharmakokinetik

    Pharmakokinetische Daten sind nur für einzelne der im präparat enthaltenen Wirkstoffe verfügbar, jedoch nicht für die Wirkstoffkombination.

    Absorption

    Salicylamid wird im Vergleich zu anderen Salicylaten (wie z.B. Acetylsalicylsäure) grundsätzlich anders metabolisiert.

    Salicylamid wird aufgrund seiner Hydrophilie nur unvollständig über die Haut resorbiert (Ratte: 58% innert 3 ,Stunden).

    Lidocain wird nach topischer Anwendung über die Schleimhäute resorbiert. Angesichts der relativ tiefen Konzentration von Lidocainhydrochlorid in Osa Zahngel wird jedoch davon ausgegangen, dass Lidocain nicht in nennenswerter Menge resorbiert wird.

    Dexpanthenol wird sehr gut perkutan resorbiert.

    Distribution

    Nach oraler Gabe wird Salicylamid praktisch vollständig resorbiert. Es unterliegt einem dosisabhängigen First-Pass-Effekt. Unterhalb einer Dosis von 1 g ist die Bioverfügbarkeit beim Erwachsenen unter 10%, bei Dosissteigerung steigt sie überproportional an. Es erfolgt eine hepatische Sulfatierung und Glucuronidierung. Daneben werden geringe Mengen zu Gentisinamid hydroxyliert. Eine Desaminierung zu Salicylsäure findet nicht statt.

    Im Gewebe erfolgt Dexpanthenol Umwandlung in Pantothensäure.

    Metabolismus

    Nach oraler Gabe unterliegt Lidocain einem erheblichen First-Pass-Effekt, so dass die orale Bioverfügbarkeit lediglich 30% beträgt. Es wird in der Leber fast vollständig zu Xylidin und Monoethylglycin metabolisiert. Die Metaboliten werden ebenfalls über den Urin ausgeschieden.

    Nach oraler Gabe wird Dexpanthenol intestinal als Pantothensäure resorbiert.

    Elimination

    Die Hauptmetaboliten Salicylamid-Glucuronid, Salicylamid-Sulfat, Gentisinamid, Gentisinamid-Sulfat sowie unverändertes Salicylamid werden renal ausgeschieden. Die Eliminationshalbwertszeit von freiem Salicylamid liegt bei 60 bis 90 Minuten. Die Untersuchung der Pharmakokinetik bei 2 Säuglingen (5½, Monate, 22 Monate) zeigte, dass die Metabolisierung prinzipiell vergleichbar ist, wobei der Anteil Salicylamidsulfat gegenüber den Erwachsenen erhöht war.

    Dexpanthenol wird zu etwa 70% unverändert mit dem Urin und zu etwa 30% mit den Faeces ausgeschieden

    Präklinische Daten

    Für die in Osa Zahngel vorliegende Wirkstoffkombination sind keine für die Anwendung relevanten präklinischen Daten vorhanden.

    Salicylamid

    Die LD50 beträgt bei Ratten nach intraperitonealer Applikation 600 mg/kg KG. Im Tierversuch an Kaninchen, Hund, Katze und Maus kam es bei Dosen von 100 bis 250 mg/kg KG (i.p.) zu einer Unterdrückung des ZNS und einer Lähmung. Applikation von 200 bis 500 mg/kg KG führten zu einem narkotischen Zustand. Bei Dosen von 1,0 bis 2,0 g/kg KG trat innert 0,5 bis 2 Stunden der Tod durch Atemlähmung ein. Bei oraler und intravenöser Applikation wurden, unter Anpassung der Dosis, vergleichbare Resultate erzielt. Diese Daten zeigen, dass Salicylamid bei überdosierung zu einer Unterdrückung des ZNS bis zum Atemstillstand führt. Zusätzlich kommt es zur Blutdrucksenkung durch Vasodilatation.

    Weder im Tierversuch noch beim Menschen wurden unerwünschte Wirkungen oder Vergiftungssymptome beobachtet, wie sie für Acetylsalicylsäure typisch sind (Hyperventilation, Erbrechen, Seh- und Hörstörungen, Tremor, Hyperthermie).

    Lidocain

    Lidocain wird nach topischer Anwendung über die Schleimhäute resorbiert. Angesichts der relativ tiefen Konzentration von Lidocainhydrochlorid in Osa Zahngel wird jedoch davon ausgegangen, dass Lidocain nicht in nennenswerter Menge resorbiert wird.

    Dexpanthenol

    Pantothensäure und ihre Derivate (Dexpanthenol) gilt als nicht toxisch. Es gibt keine Hinweise auf eine mutagene, teratogene oder carcinogene Wirkung.

    Sonstige HinweiseHaltbarkeit

    Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf dem Behälter mit «,EXP», bezeichneten Datum verwendet werden.

    Besondere Lagerungshinweise

    Bei Raumtemperatur (15-25 °,C) lagern.

    Ausser Reichweite von Kindern aufbewahren.

    Zulassungsnummer

    42989 (Swissmedic).

    Zulassungsinhaberin

    VERFORA SA, Villars-sur-Glâ,ne.

    Stand der Information

    Avril 2022.

    Sie haben weitere Fragen? Wir sind für Sie da!
    Per E-Mailredcare@mediservice.ch
    Per Telefon+41 32 686 20 20
    Rückruf-Service
    Bitte wählen Sie ein Zeitfenster für den Rückruf
    Bitte wählen Sie ein Zeitfenster für den Rückruf