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AMAVITA Pantoprazol Filmtabl 20 mg 14 Stk

Abbildung ähnlich

Rezeptpflichtiges Medikament

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Nicht im Sortiment
    • PZN / EAN
      CH06579509 / 7680660780028
    • Darreichung
      Filmtabletten
    • Marke
      Amavita
    • Hersteller
      Amavita Health Care AG

    Produktdetails & Pflichtangaben

    Wirkstoffe & Hilfsstoffe

    Wirkstoffe

    • 20 mg Pantoprazol

    Hilfsstoffe

    • Mannitol
    • Natriumcarbonat
    • Natrium laurylsulfat
    • Propylenglycol
    • Titandioxid (E171)
    • 4.34 mg Natrium
    • Talkum
    • Hypromellose
    • Macrogol 400
    • Eisen(III)-oxid (E172)
    • Calcium stearate
    • Carboxymethylstärke, Natrium Typ A
    • Methacrylsäure-Ethylacrylat Copolymer (1:1)
    • Butylmethacrylat-Copolymer, basisches
    Weitere Produktinformationen
    Amavita Pantoprazol, magensaftresistente FilmtablettenAmavita Health Care AGZusammensetzung

    Wirkstoffe

    Pantoprazol als Pantoprazol-Natrium-Sesquihydrat.

    Hilfsstoffe

    Tablettenkern: Mannitol, Carboxymethylstä,rke-Natrium (Typ A), basisches Butylmethacrylsäure-Copolymer, Wasserfreies Natriumcarbonat, Calciumstearat.

    Filmü,berzug: Hypromellose, Titandioxid (E171), Talkum, Macrogol 400, Natriumdodecylsulfat, Methacrylsäure-Ethylacrylat-Copolymer (1:1) Dispersion 30%, Propylenglycol, Eisenoxid gelb (E172).

    Amavita Pantoprazol 20 mg enthalten maximal 4.34 mg Natrium.

    Darreichungsform und Wirkstoffmenge pro Einheit

    1 ,magensaftresistente Filmtablette Amavita Pantoprazol enthält: 20 mg Pantoprazol.

    Indikationen/Anwendungsmöglichkeiten

    Zur kurzzeitigen Behandlung von Refluxsymptomen (z.B. Magenbrennen, saures Aufstossen) bei Erwachsenen.

    Dosierung/Anwendung

    Erwachsene

    Die empfohlene tägliche Dosis beträ,gt 1 ,magensaftresistente Filmtablette Amavita Pantoprazol.

    Zur Besserung der Symptome kann die Einnahme der Filmtabletten an 2-3 ,aufeinander folgenden Tagen erforderlich sein. Sobald eine vollstä,ndige Linderung der Symptome eingetreten ist, sollte die Behandlung abgebrochen werden.

    Ohne Arztkonsultation sollte die Behandlung nicht lä,nger als 4 ,Wochen dauern.

    Tritt innerhalb einer kontinuierlichen Behandlung von 2 ,Wochen keine Besserung der Symptome ein, sollte eine ä,rztliche Konsultation erfolgen.

    Spezielle Dosierungsanweisungen

    Es ist keine Dosisanpassung erforderlich bei ä,lteren Patienten sowie bei Patienten mit eingeschrä,nkter Nieren- oder Leberfunktion.

    Kinder und Jugendliche

    Amavita Pantoprazol wird nicht fü,r Kinder und Jugendliche unter 18 ,Jahren empfohlen, da fü,r diese Altersgruppe nur limitierte Daten vorliegen.

    Art der Anwendung

    Amavita Pantoprazol magensaftresistente Filmtabletten sind unzerkaut und unzerbrochen als Ganzes 1 Stunde vor einer Mahlzeit mit etwas Wasser einzunehmen.

    Kontraindikationen

    Amavita Pantoprazol darf nicht angewendet werden bei bekannter Ü,berempfindlichkeit gegen den Wirkstoff, substituierte Benzimidazole, ,oder einen der Inhaltsstoffe von Amavita Pantoprazol.

    Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen

    Eine ä,rztliche Konsultation sollte erfolgen bei:

    • unerklä,rlichem Gewichtsverlust, Anä,mie, gastrointestinalen Blutungen, Dysphagie, wiederholter Emesis oder Hä,matemesis, Magengeschwü,ren in der Anamnese oder gastrointestinalen chirurgischen Eingriffen, da die Behandlung mit Amavita Pantoprazol Symptome einer ernsthaften Krankheit kaschieren und sich so die Diagnosestellung verzö,gern kann. Eine Malignitä,t sollte ausgeschlossen werden.
    • ununterbrochener Einnahme von Arzneimitteln gegen Verdauungsstö,rungen oder saurem Aufstossen ü,ber mehr als 4 ,Wochen, da dann die Symptome kontrolliert werden sollten,
    • Gelbsucht oder Leberfunktionsstö,rungen,
    • einer anderen gleichzeitig bestehenden ernsthaften Erkrankung,
    • Patienten mit Alter ü,ber 55 ,Jahre und neuen oder kü,rzlich verä,nderten Symptomen.

    Patienten, die wiederholt ü,ber einen lä,ngeren Zeitraum an Verdauungsstö,rungen oder Magenbrennen leiden, sollten Ihren Arzt/Ihre Ä,rztin regelmä,ssig aufsuchen. Insbesondere Patienten ü,ber 55 ,Jahre, die täglich nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel gegen Verdauungsstö,rungen oder Magenbrennen einnehmen, sollten Ihren Arzt/Ihre Ä,rztin darü,ber informieren.

    Die Patienten sollten sich vor der Einnahme von Amavita Pantoprazol einer ä,rztlichen Konsultation unterziehen, wenn eine Endoskopie oder ein 13C-Harnstoff-Atemtest bevorsteht.

    Die Patienten sollten keinen anderen Protonenpumpenhemmer oder H2-Antagonisten gleichzeitig einnehmen.

    Die Patienten sollten darauf hingewiesen werden, dass die Filmtabletten fü,r eine sofortige Linderung nicht vorgesehen sind.

    Die Patienten kö,nnen nach ca. eintä,giger Behandlung mit Pantoprazol eine erste Linderung der Symptome verspü,ren, jedoch kann zur Erzielung einer vollstä,ndigen Kontrolle des Magenbrennens eine Einnahme ü,ber 7 ,Tage erforderlich sein. Patienten sollten Pantoprazol nicht als vorbeugendes Arzneimittel einnehmen.

    Bakterielle gastrointestinale Infektionen

    Eine durch verschiedene Faktoren ausgelö,ste Verringerung der Magensäure &ndash, einschliesslich aufgrund Protonenpumpenhemmern &ndash, fü,hrt zu einer erhö,hten Anzahl der unter normalen Umstä,nden vorhandenen Bakterienzahl im Gastrointestinaltrakt. Die Behandlung mit säurereduzierenden Arzneimitteln fü,hrt zu einem leicht erhö,hten Risiko von gastrointestinalen Infektionen durch beispielsweise Salmonellen, Camphylobacter oder Clostridium difficile.

    Hypomagnesiä,mie

    Bei Patienten die mit PPIs (Protonenpumpenhemmern), wie Pantoprazol, fü,r mindestens 3 Monate, in den meisten Fä,llen aber fü,r 1 Jahr behandelt wurden, gab es Berichte von schwerer Hypomagnesiä,mie. Schwere Erscheinungsformen einer Hypomagnesiä,mie wie Mü,digkeit, Tetanie, Delirium, Krä,mpfe, Schwindel und ventrikulä,rer Arrhythmie kö,nnen auftreten. Sie kö,nnen schleichend beginnen und ü,bersehen werden. Bei den meisten der betroffenen Patienten besserte sich die Hypomagnesiä,mie nach Zufuhr von Magnesium und Abbruch der Behandlung mit einem PPI (Protonenpumpenhemmer). Fü,r Patienten, die voraussichtlich ü,ber einen lä,ngeren Zeitraum behandelt werden oder die PPIs (Protonenpumpenhemmer) mit Digoxin oder Arzneimitteln, die Hypomagnesiä,mie verursachen kö,nnen (z.B. Diuretika), einnehmen, soll die Messung des Magnesiumspiegels vor und in regelmä,ssigen Abstä,nden wä,hrend der PPI-Behandlung in Betracht gezogen werden.

    Einfluss auf die Vitamin B12-Resorption

    Die tägliche Behandlung mit säureunterdrü,ckenden Arzneimitteln ü,ber einen lä,ngeren Zeitraum (mehrere Jahre) kann durch Hypo- oder Achlorhydrie eine Malabsorption von Cyanocobalamin (Vitamin B12) verursachen. Ein Cyanocobalamin-Mangel sollte in Betracht gezogen werden bei Patienten mit pathologischen Hypersekretionserkrankungen, die eine langfristige Behandlung erfordern, bei Personen mit vermindertem Kö,rperspeicher oder mit Risikofaktoren fü,r eine reduzierte Vitamin B12-Resorption (wie ä,ltere Menschen) wä,hrend einer Langzeittherapie oder wenn relevante klinische Symptome beobachtet werden.

    Knochenfrakturen

    Protonenpumpenhemmer kö,nnen, besonders wenn sie in hohen Dosen und ü,ber einen langen Zeitraum (>,1 Jahr) angewendet werden, das Risiko fü,r Hü,ft-, Handgelenk- und Wirbelsä,ulenfrakturen, ü,berwiegend bei ä,lteren Personen oder bei Personen mit anderen bekannten Risikofaktoren, leicht erhö,hen. Beobachtungsstudien weisen darauf hin, dass Protonenpumpenhemmer das allgemeine Risiko fü,r Frakturen um 10-40% erhö,hen kö,nnen. Ein Teil dieses Anstiegs kann durch andere Risikofaktoren verursacht werden. Patienten mit Osteoporoserisiko sollen gemä,ss den aktuellen klinischen Richtlinien behandelt werden und ausreichend mit Calcium und Vitamin D versorgt werden.

    Beeinflussung von Laboruntersuchungen

    Wä,hrend der Behandlung mit säurehemmenden Arzneimitteln steigt das Serumgastrin als Reaktion auf die verminderte säuresekretion an. Ebenso steigt das Chromogranin A (CgA) als Reaktion auf die verminderte säuresekretion an. Der erhö,hte CgA-Spiegel kann mit Untersuchungen bei neuroendokrinen Tumoren interferieren. In der Literatur wird erwä,hnt, dass eine Behandlung mit einem PPI 5 bis 14 ,Tage vor der CgA-Bestimmung, die im Rahmen einer Abklä,rung oder einer Verlaufskontrolle bei neuroendokrinen Tumoren durchgefü,hrt wird, unterbrochen werden sollte, da sich die iatrogen erhö,hten CgA-Spiegel innerhalb von 5 bis 14 Tagen &ndash, selten auch lä,nger &ndash, normalisieren. Die Bestimmung sollte wiederholt werden, wenn die CgA-Spiegel nach diesem Intervall noch zu hoch sind.

    Schwere kutane Arzneimittelreaktionen (SCAR)

    Schwere kutane Arzneimittelreaktionen (SCAR) wie Erythema multiforme, Stevens-Johnson-Syndrom (SJS), toxische epidermale Nekrolyse (TEN), Arzneimittelexanthem mit Eosinophilie und systemischen Manifestationen (DRESS) und akute generalisierte exanthematö,se Pustulose (AGEP) wurden bei Patienten unter Behandlung mit Pantoprazol und anderen PPIs berichtet (siehe «,Unerwü,nschte Wirkungen»,). Pantoprazol ist bei den ersten Anzeichen oder Symptomen von schweren kutanen Arzneimittelreaktionen oder anderen Anzeichen von Hypersensitivitä,t abzusetzen und weitere Untersuchungen sind in Betracht zu ziehen.

    Subakuter kutaner Lupus erythematodes (SCLE)

    Protonenpumpenhemmer sind in sehr seltenen Fä,llen mit dem Auftreten eines subakuten kutanen Lupus Erythematodes (SCLE) assoziiert. Falls Lä,sionen, insbesondere an den der Sonne ausgesetzten Hautbereichen, auftreten, und falls dies von einer Arthralgie begleitet ist, sollte der Patient umgehend ä,rztliche Hilfe in Anspruch nehmen und das medizinische Fachpersonal sollte erwä,gen, Amavita Pantoprazol abzusetzen. SCLE nach vorheriger Behandlung mit einem Protonenpumpenhemmer kann das Risiko eines SCLE unter der Einnahme anderer Protonenpumpen-Inhibitoren erhö,hen.

    Hilfsstoffe:

    Dieses Arzneimittel enthält weniger als 1 mmol Natrium (23 mg) pro Filmtablette, d.h. es ist nahezu «,natriumfrei»,.

    Interaktionen

    Pharmakokinetische Interaktionen

    Aufgrund der profunden und langanhaltenden Inhibierung der Magensäureproduktion kann Pantoprazol die Resorption von Arzneimitteln herabsetzen, deren Bioverfü,gbarkeit pH-abhä,ngig ist, z.B. Azol-Antimykotika wie Ketoconazol, Itraconazol, Posaconazol und andere Arzneimittel wie Erlotinib.

    Pharmakodynamische Interaktionen

    Pantoprazol wird weitgehend ü,ber das Cytochrom P450 Enzymsystem in der Leber metabolisiert. Die hauptsä,chliche Metabolisierung umfasst die Demethylierung durch CYP2C19, andere Metabolisierungswege fü,hren ü,ber die Oxidation durch CYP3A4.

    Bei Interaktionsstudien mit Arzneimitteln, die ü,ber dasselbe Enzymsystem metabolisiert werden, wie Carbamazepin, Diazepam, Glibenclamid, Nifedipin und einem oralen Kontrazeptivum, welches Levonorgestrel und Ethinylestradiol enthielt, liessen sich jedoch keine klinisch bedeutsamen Wechselwirkungen nachweisen.

    In-vivo-Daten

    Die Ergebnisse aus einer Reihe von Interaktionsstudien zeigen, dass Pantoprazol weder die Metabolisierung von Wirkstoffen ü,ber CYP1A2 (wie Coffein, Theophyllin), CYP2C9 (wie Piroxicam, Diclofenac, Naproxen), CYP2D6 (wie Metoprolol), CYP2E1 (wie Ethanol) noch die mit p-Glycoprotein verbundene Resorption von Digoxin beeinflusst.

    Auch mit gleichzeitig verabreichten Antazida besteht keine Wechselwirkung.

    Wirkung von Amavita Pantoprazol auf andere Arzneimittel

    Cumarin-Antikoagulantien

    Obwohl in Pharmakokinetik-Studien bei Menschen keine Interaktionen mit Phenprocoumon und Warfarin beobachtet worden sind, wurden in der post-marketing Phase vereinzelte Fä,lle von Verä,nderungen der INR gemeldet. Deshalb wird empfohlen, bei Patienten, die mit Cumarin-Antikoagulantien behandelt werden, Prothrombin-Zeit/INR nach Beginn und Ende einer Therapie mit Pantoprazol oder bei unregelmä,ssigem Gebrauch von Pantoprazol zu ü,berwachen.

    HIV-Protease Inhibitoren

    Die gleichzeitige Einnahme von Pantoprazol und HIV-Proteasehemmern, deren Resorption von einem niedrigen pH-Wert im Magen abhä,ngt, wie Atazanavir und Nelfinavir, wird nicht empfohlen, da dies ihre Bioverfü,gbarkeit deutlich verringert. In Interaktionsstudien wurde Pantoprazol zusammen mit Clarithromycin, Metronidazol und/oder Amoxicillin verabreicht. Es wurden keine klinisch relevanten Wechselwirkungen gefunden.

    Methotrexat

    Wenn Protonenpumpenhemmer zusammen mit hohen Dosen Methotrexat verabreicht werden, wurde bei gewissen Patienten ü,ber eine Erhö,hung der Serumspiegel von Methotrexat und seinen Metaboliten berichtet, die mö,glicherweise zu einer Methotrexat Intoxikation fü,hren kö,nnen.

    Schwangerschaft/Stillzeit

    Schwangerschaft

    Es liegen keine hinreichenden Daten ü,ber die Anwendung von Pantoprazol bei Schwangeren vor.

    In tierexperimentellen Studien fand sich eine Reproduktionstoxizitä,t (nä,here Angaben unter dem Kapitel «,Prä,klinische Daten»,). ,Das potentielle Risiko fü,r den Menschen ist nicht bekannt.

    Amavita Pantoprazol sollte nicht wä,hrend der Schwangerschaft angewendet werden, es sei denn, dies ist eindeutig erforderlich.

    Stillzeit

    Ein Ü,bertritt von Pantoprazol in die Muttermilch konnte im Tierversuch festgestellt werden (siehe auch unter «,Pharmakokinetik»,). Ü,ber einen Ü,bertritt in die menschliche Muttermilch wurde berichtet. Amavita Pantoprazol sollte wä,hrend der Stillzeit nicht eingenommen werden.

    Fertilitä,t

    Es gibt keine Hinweise fü,r eine Beeinträ,chtigung der Fertilitä,t oder fü,r eine teratogene Wirkung.

    Wirkung auf die Fahrtüchtigkeit und auf das Bedienen von Maschinen

    Unerwü,nschte Wirkungen wie Schwindel und Sehstö,rungen kö,nnen auftreten (s. Rubrik «,Unerwü,nschte Wirkungen»,). Betroffene Patienten dü,rfen kein Fahrzeug fü,hren oder Maschinen bedienen.

    Unerwünschte Wirkungen

    Bei etwa 5% der Patienten muss das Auftreten von unerwü,nschten Wirkungen erwartet werden. Die am hä,ufigsten berichteten unerwü,nschten Wirkungen sind Diarrhoe und Kopfschmerzen, beide treten bei ca. 1% der Patienten auf.

    Listung der Hä,ufigkeiten nach sehr hä,ufig (&ge,1/10), hä,ufig (&ge,1/100 bis <,1/10), gelegentlich (&ge,1/1'000 bis <,1/100), selten (&ge,1/10'000 bis <,1/1'000), sehr selten (<,1/10'000), nicht bekannt (Hä,ufigkeit auf Grundlage der verfü,gbaren Daten nicht abschä,tzbar).

    Es ist nicht mö,glich, Nebenwirkungen, die nach Markteinfü,hrung beobachtet wurden, einer Hä,ufigkeitsklasse zuzuordnen. Daher werden diese mit der Hä,ufigkeitsangabe «,nicht bekannt», versehen.

    Innerhalb jeder Hä,ufigkeitsgruppe werden die Nebenwirkungen nach abnehmendem Schweregrad angegeben.

    Unerwü,nschte Wirkungen nach Markteinfü,hrung

    Erkrankungen des Blutes und des ,Lymphsystems

    Selten: Agranulozytose.

    Sehr selten: Thrombozytopenie, Leukopenie, Panzytopenie.

    Erkrankungen des Immunsystems

    Selten: Ü,berempfindlichkeit (inklusive anaphylaktische Reaktionen und anaphylaktischer Schock).

    Stoffwechsel- und Ernä,hrungsstö,rungen

    Selten: Hyperlipidä,mie, erhö,hte Lipidwerte (Triglyceride, Cholesterin), Gewichtsverä,nderungen.

    Nicht bekannt: Hyponatriä,mie, Hypomagnesiä,mie (siehe auch «,Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen»,). Eine schwere Hypomagnesiä,mie kann mit einer Hypokalzä,mie und/oder Hypokaliä,mie einhergehen.

    Psychiatrische Erkrankungen

    Gelegentlich: Schlafstö,rungen.

    Selten: Depression, Verschlechterung vorbestehender Depressionen.

    Sehr selten: Desorientierung, Verschlechterung vorbestehender Desorientierung.

    Nicht bekannt: Halluzinationen, Verwirrtheit, insbesondere bei prä,disponierten Patienten sowie die Verschlechterung bei Vorbestehen dieser Symptome.

    Erkrankungen des Nervensystems

    Gelegentlich: Kopfschmerzen, Schwindel.

    Selten: Geschmacksstö,rungen.

    Augenerkrankungen

    Selten: Sehstö,rungen/Verschwommensehen.

    Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts

    Hä,ufig: Drü,senpolypen des Fundus (gutartig).

    Gelegentlich: Diarrhoe, Ü,belkeit/Erbrechen, Blä,hungen und Vö,llegefü,hl, Verstopfung, Mundtrockenheit, Bauchschmerzen und &ndash,beschwerden.

    Nicht bekannt: mikroskopische Kolitis.

    Leber- und Gallenerkrankungen

    Gelegentlich: erhö,hte Leberenzyme (Transaminasen, &gamma,-GT).

    Selten: erhö,htes Bilirubin.

    Nicht bekannt: Leberzellschä,digung, Gelbsucht, Leberversagen.

    Erkrankungen der Haut und des Unterhautgewebes

    Gelegentlich: Ausschlag/Exanthem/Eruption, Pruritus.

    Selten: Urtikaria, Angioö,deme.

    Sehr selten: subakuter kutaner Lupus Erythematodes (siehe «,Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen»,).

    Nicht bekannt: Stevens-Johnson-Syndrom (SJS), toxische epidermale Nekrolyse (TEN), Lyell Syndrom, Erythema multiforme, Photosensibilitä,t, Arzneimittelexanthem mit Eosinophilie und systemischen Manifestationen (DRESS), akute generalisierte exanthematö,se Pustulose (AGEP).

    Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen

    Gelegentlich: Frakturen der Hü,fte, des Handgelenks oder der Wirbelsä,ule.

    Selten: Arthralgie, Myalgie.

    Erkrankungen der Nieren und Harnwege

    Nicht bekannt: ,Tubulointerstitielle Nephritis (die zu Nierenversagen fü,hren kann).

    Erkrankungen der Geschlechtsorgane und der Brustdrü,se

    Selten: Gynä,komastie.

    Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort

    Gelegentlich: Asthenie, Mü,digkeit und Unwohlsein.

    Selten: erhö,hte Kö,rpertemperatur, periphere Ö,deme.

    Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von grosser Wichtigkeit. Sie ermö,glicht eine kontinuierliche Ü,berwachung des Nutzen-Risiko-Verhä,ltnisses des Arzneimittels. Angehö,rige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdacht einer neuen oder schwerwiegenden Nebenwirkung ü,ber das Online-Portal ElViS (Electronic Vigilance System) anzuzeigen. Informationen dazu finden Sie unter www.swissmedic.ch.

    Überdosierung

    Symptome einer Ü,berdosierung sind beim Menschen nicht bekannt. In Einzelfä,llen wurden 240 ,mg i.v. ü,ber 2 ,Minuten verabreicht und gut vertragen. Sollte es zu einer Ü,berdosierung mit klinischen Zeichen einer Vergiftung kommen, kö,nnen abgesehen von symptomatischer und unterstü,tzender Behandlung keine spezifischen therapeutischen Empfehlungen gegeben werden.

    Da Pantoprazol weitgehend proteingebunden ist, ist es nicht ohne weiteres dialysierbar.

    Eigenschaften/Wirkungen

    ATC-Code ,A02BC02

    Wirkungsmechanismus

    Pantoprazol gehö,rt zur Klasse der Protonenpumpenhemmer. Es fü,hrt spezifisch und dosisabhä,ngig zu einer Hemmung der H+/K+-ATPase der Belegzellen, die fü,r die Sekretion der Magensäure verantwortlich ist.

    Pharmakodynamik

    Pantoprazol ist ein substituiertes Benzimidazol, das nach der Resorption im sauren Kompartiment der Belegzelle angereichert wird. Hier erfolgt die Umlagerung in die aktive Form, ein zyklisches Sulfenamid. Dieses bindet dann an die H+/K+-ATPase und hemmt dadurch die Protonenpumpe. So wird eine langanhaltende Hemmung der basalen und der stimulierten Magensäuresekretion erreicht.

    Da Pantoprazol distal zur Rezeptorebene (an der Protonenpumpe) angreift, spielt es keine Rolle, durch welchen Stimulus (Acetylcholin, Histamin, Gastrin) die säuresekretion hervorgerufen wurde.

    Klinische Wirksamkeit

    Nach oraler oder intravenö,ser Gabe hemmt Pantoprazol dosisabhä,ngig die pentagastrinstimulierte Magensäuresekretion. Bei Probanden wurde mit 40 ,mg oral eine Hemmung von 51% am Tag 1 und 85% am Tag 7 erreicht. Die basale 24 ,stü,ndige Aziditä,t wurde durch 40 ,mg oral um 37% am Tag 1 und 98% am Tag 7 vermindert.

    Die Selektivitä,t von Pantoprazol besteht darin, dass es erst im stark sauren Milieu (pH ,<,3) der Belegzelle seine volle Wirkung entfaltet, wä,hrend es bei hö,heren pH-Werten weitgehend inaktiv bleibt. So kann Pantoprazol nur in der säureaktiven Belegzelle des Magens zu voller pharmakologischer und damit therapeutischer Wirkung gelangen.

    Diese nimmt in einem Rü,ckkopplungsprozess in dem Masse wieder ab, wie die säuresekretion insgesamt gehemmt wird. Die Nü,chterngastrinwerte steigen bei Langzeittherapie unter Pantoprazol auf ca. die zweifachen Normwerte an. In der Mehrzahl der Fä,lle kommt es jedoch nicht zu einer exzessiven Erhö,hung der Gastrinspiegel. Nach Ende einer oralen Therapie fallen die Gastrinmedianwerte wieder deutlich ab. Durch die Unterdrü,ckung der säuresekretion kann es ü,ber einen Anstieg der Gastrinsekretion zu einer Vermehrung spezieller endokriner (ECL = enterochromaffin-like) Zellen kommen (einfache bis adenomatö,se Hyperplasie). Die Entstehung von Karzinoidvorstufen (atypische Hyperplasien) oder Magenkarzinoiden, wie sie in Tierversuchen berichtet wurden (s. Rubrik «,Prä,klinische Daten»,), wurden beim Menschen jedoch nicht beobachtet.

    Den Ergebnissen von Tierversuchen zufolge ist ein Einfluss einer Langzeitbehandlung mit Pantoprazol, welche ein Jahr ü,bersteigt, auf die endokrinen Parameter der Schilddrü,sen nicht vö,llig auszuschliessen.

    Pharmakokinetik

    Absorption

    Pantoprazol wird nach oraler Gabe vollstä,ndig resorbiert. Bereits nach einmaliger oraler Gabe von 20 ,mg Pantoprazol wird der volle Wirkstoffspiegel erzielt. Die maximalen Serumkonzentrationen von etwa 1&ndash,1,5 ,&mu,g/ml werden im Mittel ca. 2,5 ,Std. nach Gabe erreicht und bleiben auch nach Mehrfachgabe auf diesem Niveau unverä,ndert.

    Die pharmakokinetischen Charakteristika nach Einmal- und Mehrfachgabe unterscheiden sich nicht. Pantoprazol besitzt im untersuchten Dosisbereich von 10&ndash,80 ,mg eine nahezu lineare Kinetik. Fü,r die absolute Bioverfü,gbarkeit der Filmtablette wurden Werte um 77% gefunden. Eine Beeinflussung der AUC und der maximalen Serumkonzentration und damit der Bioverfü,gbarkeit durch gleichzeitig eingenommene Nahrung wurde nicht festgestellt. Lediglich die Variabilitä,t der lag-time wird durch gleichzeitige Einnahme mit Nahrung erhö,ht.

    Distribution

    Das Verteilungsvolumen beträ,gt etwa 0,15 ,l/kg. Die Serumproteinbindung von Pantoprazol liegt bei 98%. Die Plazentagä,ngigkeit wurde fü,r Pantoprazol an der trä,chtigen Ratte untersucht. Sie nimmt dabei mit fortschreitender Trä,chtigkeit zu. Daher ist &ndash, unabhä,ngig von der Applikationsart &ndash, die Konzentration im Fö,tus kurz vor dem Wurf erhö,ht.

    Maximal 0,02% der verabreichten Dosis werden bei der Ratte ü,ber die Muttermilch ausgeschieden. Daten ü,ber die Milchausscheidung beim Menschen liegen bisher nicht vor.

    Metabolismus

    Pantoprazol wird praktisch ausschliesslich durch die Leber abgebaut. Die hauptsä,chliche Metabolisierung umfasst die Demethylierung durch CYP2C19 und anschliessende Sulfatierung, andere Metabolisierungswege fü,hren ü,ber die Oxidation durch CYP3A4. Sowohl im Serum als auch im Urin ist der Hauptmetabolit das mit Sulfat konjugierte Desmethyl-Pantoprazol. Die Halbwertszeit des Hauptmetaboliten (ca. 1,5 ,Std.) ist nur unwesentlich lä,nger als die von Pantoprazol. Der Hauptmetabolit trä,gt nicht zur säurehemmung bei (Tierversuch).

    Elimination

    Fü,r die terminale Eliminationshalbwertszeit wurde ca. 1 ,Std. berechnet, die Clearance liegt bei ca. 0,1 ,l/h/kg. In wenigen Fä,llen wurden Probanden mit verlangsamter Elimination beobachtet. Aufgrund der spezifischen Aktivierung in der Belegzelle korreliert die Eliminationshalbwertszeit nicht mit der viel lä,ngeren Wirkdauer (säuresekretionshemmung). Der grö,sste Teil der Metaboliten (ca. 80%) wird renal ausgeschieden, der Rest ü,ber die Faeces.

    Kinetik spezieller Patientengruppen

    Leberfunktionsstö,rungen

    Bei Patienten mit Leberzirrhose (Child A, Child B) verlä,ngert sich die Halbwertszeit auf Werte zwischen 3 ,Std. und 6 ,Std. (Pantoprazol 20 ,mg) bzw. 7 ,Std. und 9 ,Std. (Pantoprazol 40 ,mg), und die AUC-Werte sind um den Faktor 3-5 (Pantoprazol 20 ,mg) bzw. 5&ndash,7 (Pantoprazol 40 mg) erhö,ht, jedoch nimmt die maximale Serumkonzentration gegenü,ber Gesunden nur geringfü,gig um den Faktor 1,3 (Pantoprazol 20 ,mg) bzw. 1,5 (Pantoprazol 40 ,mg) zu.

    Nierenfunktionsstö,rungen

    Bei Patienten mit eingeschrä,nkter Nierenfunktion (inkl. Dialyse-Patienten) ist keine Dosisreduktion erforderlich. Die Halbwertszeit von Pantoprazol ist wie bei gesunden Probanden kurz. Pantoprazol wird nur in sehr geringem Ausmass dialysiert. Obwohl der Hauptmetabolit eine mä,ssig verlä,ngerte Halbwertszeit (2&ndash,3 ,Std.) gegenü,ber der Muttersubstanz aufweist, kann bei dieser dennoch raschen Ausscheidung keine Kumulation auftreten.

    Ä,ltere Patienten/Kinder und Jugendliche

    Eine geringfü,gige Erhö,hung von AUC und Cmax bei ä,lteren gegenü,ber jü,ngeren Probanden hat keine klinische Relevanz.

    Genetische Polymorphismen - Langsame Metabolisierer

    Etwa 3% der europä,ischen Bevö,lkerung hat einen funktionellen CYP2C19 Enzymmangel (poor metabolizers = langsame Verstoffwechsler). Bei diesen Personen wird Pantoprazol wahrscheinlich hauptsä,chlich ü,ber CYP3A4 katalysiert. Nach einer Einmalgabe von 40 ,mg Pantoprazol war die mittlere AUC etwa 6-mal hö,her in poor metabolizers als in Personen mit intakter CYP2C19 Enzymaktivitä,t (extensive metabolizers). Die mittlere maximale Plasmakonzentration war um 60% erhö,ht. Diese Ergebnisse haben keinen Einfluss auf die Dosierung von Pantoprazol.

    Präklinische Daten

    Die prä,klinischen Daten aus konventionellen Studien zur pharmakologischen Sicherheit, zur Toxizitä,t nach wiederholter Gabe und zur Genotoxizitä,t zeigen kein spezielles Risiko fü,r den Menschen.

    Mutagenitä,t und Karzinogenitä,t

    Aus Mutagenitä,tsstudien, Zelltransformationstests und einer DNA-Bindungsstudie zeigt sich, dass Pantoprazol kein genotoxisches Potential hat.

    In einer 2-Jahres Karzinogenitä,tsstudie an Ratten &ndash, dies entspricht einer lebenslangen Behandlung der Ratten &ndash, wurden neuroendokrine Neubildungen gefunden. Weiterhin traten Papillome squamö,ser Zellen im Vormagen von Ratten auf. Der Mechanismus, der einer Entwicklung von Magenkarzinoiden durch substituierte Benzimidazole zugrunde liegt, wurde sorgfä,ltig untersucht und lä,sst die Schlussfolgerung zu, dass es sich um einen indirekten Mechanismus infolge der stark erhö,hten Serumgastrinspiegel bei der Ratte wä,hrend der chronischen Gabe der Substanz handelt.

    Bei Ratten und weiblichen Mä,usen wurde in den 2-Jahres-Studien eine erhö,hte Zahl von Lebertumoren beobachtet, die als Folge der hohen Metabolisierungsrate von Pantoprazol in der Leber interpretiert werden.

    Ein geringer Anstieg von Neoplasmen in der Schilddrü,se wurde in der hö,chsten Dosisgruppe bei Ratten beobachtet. Das Auftreten dieser Neoplasmen hä,ngt mit den durch Pantoprazol induzierten Verä,nderungen im Abbau von Thyroxin in der Leber der Ratten zusammen.

    Aufgrund der geringen therapeutischen Dosis im Menschen sind Nebenwirkungen auf die Schilddrü,se nicht zu erwarten.

    Reproduktionstoxizitä,t

    In einer tierexperimentellen Reproduktionsstudie an Ratten mit oraler Gabe wurden Anzeichen einer Fetotoxizitä,t (unvollstä,ndige Ossifikation des Schä,delknochens) bei Dosen oberhalb von ,3 ,mg/kg beobachtet.

    Untersuchungen ergaben weder Hinweise fü,r eine Beeinträ,chtigung der Fertilitä,t noch fü,r eine teratogene Wirkung. Die Plazentagä,ngigkeit wurde fü,r Pantoprazol in der Ratte untersucht. Sie nimmt dabei mit fortschreitender Trä,chtigkeit zu. Daher ist die Konzentration im Fö,ten kurz vor dem Wurf erhö,ht.

    Sonstige Hinweise

    Haltbarkeit

    Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf der Packung mit «,EXP», bezeichneten Datum verwendet werden.

    Besondere Lagerungshinweise

    In der Originalverpackung, vor Feuchtigkeit geschü,tzt und bei Raumtemperatur (15-25 °,C) lagern. ,Ausser Reichweite von Kindern aufbewahren.

    Zulassungsnummer

    66078 (Swissmedic).

    Zulassungsinhaberin

    Amavita Health Care AG, 4704 Niederbipp.

    Stand der Information

    Dezember 2022.

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