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AMAVITA Flumol Grippe Plv Btl 12 Stk

Abbildung ähnlich

Rezeptpflichtiges Medikament

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Nicht im Sortiment
    • PZN / EAN
      CH07848704 / 7680689350011
    • Darreichung
      Pulv. u. Lös.m. z. Herst. e. Lös. z. intraves. Anw
    • Marke
      Amavita
    • Hersteller
      Amavita Health Care AG

    Produktdetails & Pflichtangaben

    Rezeptpflichtiges Arzneimittel
    Wirkstoffe & Hilfsstoffe

    Wirkstoffe

    • 500 mg Paracetamol
    • 50 mg Ascorbinsäure (Vitamin C, E300)
    • 10 mg Phenylephrin hydrochlorid
    • 20 mg Pheniramin hydrogenmaleat

    Hilfsstoffe

    • Citronensäure
    • Tricalciumphosphat
    • 19890 mg Saccharose
    • Titandioxid (E171)
    • Äpfelsäure
    • 28.2 mg Natrium
    • Maltodextrin
    • Chinolingelb
    • Arabischer Gummi
    • Povidon K30
    • Natriumcitrat-2-Wasser
    • Grapefruit-Aroma
    • Zitronen-Aroma
    Weitere Produktinformationen
    Amavita Flumol GrippeAmavita Health Care AGZusammensetzungWirkstoffe

    Paracetamolum, Pheniramini maleas, Phenylephrini hydrochloridum, Acidum ascorbicum.

    Hilfsstoffe

    Saccharum (19,89 g), Acidum citricum, Acidum malicum, Natrii citras dihydricus (Na: 28,2 mg), Calcii phosphas tribasicus, Povidonum, Titanii dioxidum (E171), Chinolingelb (E104), Aromatica (Grapefruit, Zitrone), Maltodextrinum, Acaciae gummi.

    Hinweis für Diabetiker: Amavita Flumol Grippe enthält ca. 20 g Kohlenhydrate pro Beutel.

    Darreichungsform und Wirkstoffmenge pro Einheit

    Pulver zur Herstellung einer Lösung zum Einnehmen

    1 Beutel enthält: Paracetamolum 500 mg, Pheniramini maleas 20 mg, Phenylephrini hydrochloridum 10 mg, Acidum ascorbicum 50 mg.

    Indikationen/Anwendungsmöglichkeiten

    Zur kurzfristigen, symptomatischen Behandlung von Grippe und Erkältungssymptomen bei Erwachsenen.

    Dosierung/Anwendung

    Die maximale Tagesdosis darf nicht überschritten werden. Um das Risiko einer überdosierung zu verhindern, sollte sichergestellt werden, dass andere Arzneimittel, die gleichzeitig eingenommen werden, kein Paracetamol enthalten. Die maximale kontinuierliche Anwendungsdauer beträgt ohne ärztliche Konsultation 3 Tage.

    Erwachsene und Jugendliche ab 14 Jahren:

    Inhalt eines Beutels Amavita Flumol Grippe in einem Glas mit heissem Wasser (ca. 2,5 dl) auflösen und trinkheiss einnehmen. Bei Bedarf nach 4 Stunden wiederholen.

    Amavita Flumol Grippe kann zu jeder Tageszeit eingenommen werden, am besten aber abends oder vor dem Schlafengehen.

    Zwischen zwei Dosen sind mindestens 4 Stunden zu warten.

    Maximale Dosierung: 3 Beutel täglich.

    Patienten mit Nierenfunktionsstörungen

    Bei Patienten mit einer Nierenfunktionsstörung sollte das minimale Einnahmeintervall gemäss der folgenden Tabelle angepasst werden.

    Kreatininclearance

    Dosierungsintervall

    cl &ge,50 ml/min

    4 Stunden

    cl 30-50 ml/min

    6 Stunden

    Kontraindikationen
    • überempfindlichkeit gegenüber einem der Wirkstoffe und verwandten Substanzen (z.B. Propacetamol) oder einem der Hilfsstoffe gemäss Zusammensetzung,
    • schwere Leberfunktionsstörungen (Leberzirrhose und Aszites)/akute Hepatitis oder dekompensierte, aktive Lebererkrankung,
    • schwere Nierenfunktionsstörungen (Kreatinin-Clearance <,30 ml/min),
    • hereditäre konstitutionelle Hyperbilirubinämie (Morbus Meulengracht),
    • schwere Herz-/Kreislauferkrankungen,
    • Hypertonie,
    • Phäochromozytom,
    • Hyperthyreose,
    • benigne Prostatahyperplasie mit Restharnbildung,
    • hämolytische Anämie,
    • Engwinkelglaukom,
    • übermässiger Alkoholkonsum,
    • gleichzeitige oder nicht länger als 2 Wochen zurückliegende Behandlung mit MAO-Hemmern,
    • gleichzeitige Behandlung mit trizyklischen Antidepressiva,
    • gleichzeitige Behandlung mit Beta-Blockern,
    • gleichzeitige Behandlung mit anderen Sympathomimetika,
    • epileptische Patienten,
    • Schwangerschaft und Stillzeit,
    • Kinder unter 14 Jahren.
    Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen

    In folgenden Fällen ist vor dem Behandlungsbeginn eine ärztliche Konsultation erforderlich:

    • Nieren- und/oder Leberinsuffizienz,
    • Glucose-6-Phosphat-Dehydrogenase-Mangel (kann zu hämolytischer Anämie führen),
    • gleichzeitiger Gebrauch von potenziell lebertoxischen oder leberenzyminduzierenden Arzneimitteln (siehe «,Interaktionen»,),
    • Herz-/Kreislauferkrankungen,
    • pyloroduodenale Obstruktion,
    • stenosierender peptischer Ulcus,
    • Diabetes mellitus (siehe Information zu den Hilfsstoffen),
    • wiederkehrende Harnsäure-Nierensteine.

    Höhere Dosierungen als empfohlen bergen das Risiko einer sehr schweren Leberschädigung. Klinische Symptome einer Leberschädigung können normalerweise nach 1 bis 2 Tagen nach einer Paracetamol-überdosierung gesehen werden. Eine maximale Leberschädigung kann gewöhnlich nach 3 bis 4 Tagen beobachtet werden. Die Behandlung mit einem Antidot soll so schnell wie möglich begonnen werden (siehe «,überdosierung»,).

    über akute Pankreatitis nach Einnahme von Paracetamol wurde berichtet, in der Regel zusammen mit Leberdysfunktion und Hepatotoxizität.

    Paracetamol kann in sehr seltenen Fällen schwere Hautreaktionen (wie z.B. Stevens-Johnson Syndrom (SJS), toxisch-epidermale Nekrolyse (TEN)) auslösen, welche tödlich sein können. Patienten sollten über die Symptome schwerer Hautreaktionen informiert werden und die Anwendung des Arzneimittels sollte beim ersten Auftreten von Hautreaktionen oder anderer Anzeichen einer überempfindlichkeit abgebrochen werden.

    Vorsicht ist geboten bei Alkoholüberkonsum. Alkohol kann die Hepatotoxizität von Paracetamol steigern, dies insbesondere bei gleichzeitiger Nahrungskarenz und Dehydratation. In solchen Fällen kann bereits eine therapeutische Paracetamoldosis zu Leberschädigung führen (siehe «,Kontraindikationen»,).

    Auf die Einnahme von alkoholischen Getränken sollte verzichtet werden, da Alkohol in Kombination mit Paracetamol Leberschädigungen verursachen kann (siehe «,Interaktionen»,).

    Der Patient muss darauf aufmerksam gemacht werden, dass Schmerzmittel nicht ohne ärztliche Verordnung über längere Zeit regelmässig eingenommen werden dürfen. Länger dauernde Schmerzen bedürfen einer ärztlichen Abklärung.

    Die langfristige Einnahme von Schmerzmitteln, insbesondere bei Kombination mehrerer schmerzstillender Wirkstoffe, kann zur dauerhaften Nierenschädigung mit dem Risiko eines Nierenversagens (Analgetika-Nephropathie) führen.

    Der Patient ist darauf hinzuweisen, dass bei chronischer Einnahme von Analgetika Kopfschmerzen auftreten können, die zu erneuter Einnahme und damit wiederum zum Unterhalt der Kopfschmerzen führen können (sogenanntes Analgetikakopfweh).

    Bei Patienten mit erschöpftem Glutathionstatus wie z.B. bei einer Sepsis, kann die Anwendung von Paracetamol das Risiko einer metabolischen Azidose erhöhen.

    In folgenden Fällen ist eine ärztliche Konsultation erforderlich:

    • Bei Atemproblemen wie Asthma, Emphysem oder chronischer Bronchitis,
    • wenn sich die Symptome innerhalb von 3 Tagen nicht bessern oder von hohem Fieber, von Fieber das mehr als 3 Tage anhält, von einem Hautausschlag oder anhaltenden Kopfschmerzen begleitet sind.
    Informationen zu den Hilfsstoffen:Saccharose

    Patienten mit der seltenen hereditären Fructose-/Galactose-Intoleranz, einer Glucose-Galactose-Malabsorption oder einer Sucrase-Isomaltase-Insuffizienz sollten dieses Arzneimittel nicht einnehmen.

    Dieses Arzneimittel enthält 20 g Saccharose pro Dosis. Dies ist bei Patienten mit Diabetes mellitus zu berücksichtigen.

    Kann schädlich für Zähne sein.

    Natrium

    Dieses Arzneimittel enthält 28,2 mg Natrium pro Beutel, entsprechend 1,4 % der von der WHO für einen Erwachsenen empfohlenen maximalen täglichen Natriumaufnahme mit der Nahrung von 2 g.

    InteraktionenParacetamol
    • Hepatotoxische Substanzen können das Risiko einer Paracetamol-Akkumulation und überdosierung erhöhen. Leber-Enzyminduktoren wie Phenobarbital, Phenytoin, Carbamazepin, Isonicotinsäurehydrazid (Isoniazid, INH) und Rifampicin steigern die Hepatotoxizität von Paracetamol.
    • Alkohol: chronischer und übermässiger Alkoholkonsum kann die Hepatotoxizität von Paracetamol steigern (siehe unter «,Kontraindikationen»,, «,Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen»,).
    • Arzneimittel, welche die Magenentleerung verlangsamen (z.B. Propanthelin), senken die Absorptionsgeschwindigkeit.
    • Arzneimittel, welche die Magenentleerung beschleunigen (z.B. Metoclopramid), steigern die Absorptionsgeschwindigkeit von Paracetamol und erhöhen dessen maximalen Plasmaspiegel. ähnlich kann Domperidon die Absorptionsgeschwindigkeit von Paracetamol erhöhen.
    • Chloramphenicol: Die Eliminationshalbwertszeit von Chloramphenicol wird durch Paracetamol um das 5-fache verlängert.
    • Lamotrigin: Paracetamol kann durch Induktion der hepatischen Metabolisierung die Bioverfügbarkeit von Lamotrigin vermindern und möglicherweise dessen Wirkung reduzieren.
    • Salicylamid verlängert die Eliminationshalbwertszeit von Paracetamol und vermehrt den Anfall lebertoxischer Metabolite.
    • Chlorzoxazon: Bei gleichzeitiger Gabe von Paracetamol und Chlorzoxazon steigt die Hepatotoxizität beider Substanzen.
    • Zidovudin: Durch die gleichzeitige Anwendung von Zidovudin und Paracetamol wird die Neigung zu einer Neutropenie verstärkt.
    • Probenecid hemmt die Konjugation von Paracetamol mit Glucuronsäure und führt dadurch zu einer reduzierten Paracetamol-Clearance. Bei gleichzeitiger Einnahme sollte die Paracetamoldosis verringert werden.
    • Cholestyramin: Die Absorption von Paracetamol kann bei gleichzeitiger Gabe von Cholestyramin vermindert sein. Deshalb sollte Cholestyramin 1 Stunde später eingenommen werden.
    • Der antikoagulierende Effekt von Warfarin und anderen Cumarinen kann bei langfristiger, täglicher Einnahme von Paracetamol verstärkt auftreten und damit das Risiko von Blutungen erhöhen. Gelegentliche Einnahmen haben keinen signifikanten Effekt.
    Pheniramin-Maleat

    Antihistaminika wie Pheniramin können die zentral-dämpfende Wirkung von verschiedenen anderen Substanzen verstärken, wie z.B. von trizyklischen Antidepressiva, MAO-Hemmern, Alkohol, Parkinson-Arzneimitteln, Barbituraten und Neuroleptika.

    Vorsicht bei gleichzeitiger Einnahme von Sedativa.

    Die Wirkung von Cumarinderivaten kann reduziert werden.

    Phenylephrin

    Phenylephrin kann die Wirkung von MAO-Hemmern verstärken und eine hypertensive Krise auslösen (siehe «,Kontraindikationen»,).

    Die gleichzeitige Anwendung von Phenylephrin mit anderen Sympathomimetika oder trizyklischen Antidepressiva (z.B. Amitriptylin) kann das Risiko für kardiovaskuläre Nebenwirkungen erhöhen.

    Phenylephrin kann die Wirkung von Beta-Blockern und anderen Antihypertensiva (z.B. Debrisoquine, Guanethidin, Reserpin, Methyldopa) reduzieren, das Risiko für eine Hypertonie oder andere kardiovaskuläre Nebenwirkungen kann erhöht sein.

    Die gleichzeitige Anwendung von Phenylephrin mit Digoxin bzw. anderen Herzglykosiden kann das Risiko von Arrhythmien oder einen Herzanfall erhöhen.

    Die gleichzeitige Anwendung mit Mutterkornalkaloiden (Ergotamin, Methysergid) kann das Risiko für Ergotismus erhöhen.

    Schwangerschaft/Stillzeit

    Die Einnahme von Amavita Flumol Grippe während der Schwangerschaft und Stillzeit ist kontraindiziert.

    Die Sicherheit von Amavita Flumol Grippe während der Schwangerschaft und Stillzeit wurde nicht spezifisch untersucht. Die verfügbaren Daten der einzelnen Wirkstoffe werden folgend aufgeführt.

    Schwangerschaft

    Paracetamol: Reproduktionsstudien bei Tieren haben keine Risiken für die Föten gezeigt, aber man verfügt über keine kontrollierten Studien bei schwangeren Frauen. Das Risiko einer Paracetamol-Einnahme während der Schwangerschaft bezüglich Funktions- und Organschäden, Missbildungen und Adaptionsstörungen in korrekter Dosierung gilt zur Zeit als gering.

    Pheniramin: Für Pheniramin liegen keine adäquaten tierischen oder humanen Reproduktions-, Embryo- oder Fetotoxizitätsdaten vor.

    Phenylephrin: Es liegen nur begrenzte Daten zur Anwendung von Phenylephrin bei Schwangeren vor. Vasokonstriktion der Uterusgefässe und verminderte Uterusdurchblutung nach Anwendung von Phenylephrin können zu einer fetalen Hypoxie führen.

    In Abwesenheit von adäquaten Daten sollten Phenylephrin und Pheniramin während der Schwangerschaft nicht angewendet werden.

    Ascorbinsäure: In tierexperimentellen Studien zeigten sich keine negativen Wirkungen von Ascorbinsäure auf die embryo-fetale Entwicklung. Die Menge Ascorbinsäure, die in der maximalen Tagesdosis von Amavita Flumol Grippe enthalten ist, wird in der Schwangerschaft als sicher betrachtet.

    Während der Schwangerschaft ist die Einnahme von Amavita Flumol Grippe kontraindiziert.

    Stillzeit

    Paracetamol tritt in die Muttermilch über. Die Paracetamol-Konzentration in der Muttermilch ist ähnlich wie die momentane Konzentration im Plasma der Mutter. über Hautausschlag bei gestillten Säuglingen wurde berichtet. Es sind jedoch keine bleibenden, nachteiligen Folgen für den Säugling bekannt.

    Pheniramin: Es liegen keine Daten zum übertritt von Pheniramin in die Muttermilch vor.

    Phenylephrin: Es liegen keine Daten zum übertritt von Phenylephrin in die Muttermilch vor.

    In Abwesenheit von adäquaten Daten sollten Phenylephrin und Pheniramin von stillenden Frauen nicht eingenommen werden.

    Ascorbinsäure: Ascorbinsäure wird in die Muttermilch ausgeschieden, erreicht aber eine Sättigungskonzentration. Die Einnahme von Ascorbinsäure ist während dem Stillen möglich.

    Während der Stillzeit ist Amavita Flumol Grippe kontraindiziert.

    Wirkung auf die Fahrtüchtigkeit und auf das Bedienen von Maschinen

    Amavita Flumol Grippe kann Müdigkeit hervorrufen. Die Reaktionsfähigkeit kann verlangsamt sein, was z.B. beim Führen von Fahrzeugen oder beim Bedienen von Maschinen zu beachten ist.

    Unerwünschte Wirkungen

    Nebenwirkungen sind nachstehend, nach Systemorganklasse und Häufigkeit geordnet, aufgeführt. Häufigkeiten sind definiert als: sehr häufig (&ge,1/10), häufig (&ge,1/100 bis <,1/10), gelegentlich (&ge,1/1',000 bis <,1/100), selten (&ge,1/10',000 bis <,1/1',000), sehr selten (<,1/10',000) oder nicht bekannt (auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar).

    Erkrankungen des Blutes und Lymphsystems

    Selten: Allergisch bedingte Thrombozytopenie (bisweilen unter Ausbildung von Blutergüssen und Blutungen), Leukopenie, Agranulozytose, Panzytopenie, Neutropenie, hämolytische Anämie.

    Erkrankungen des Immunsystems

    Selten: Allergische Reaktionen wie Quincke-Oedem (Angioödem), Atemnot, Bronchospasmus, Schweissausbruch, übelkeit, Blutdruckabfall bis hin zu Schock.

    Ein kleiner Teil (5 &ndash, 10%) der Patienten mit acetylsalicylsäure-induziertem Asthma oder anderen Manifestationen einer sogenannten Acetylsalicylsäure-Intoleranz kann in ähnlicher Weise auch auf Paracetamol reagieren (Analgetika-Asthma).

    Unbekannt: anaphylaktische Reaktion.

    Erkrankungen des Nervensystems

    Häufig: Schläfrigkeit.

    Selten: Benommenheit, Kopfschmerzen.

    Psychiatrische Erkrankungen

    Selten: Unruhe, Schlafstörungen.

    Herzerkrankungen

    Selten: Tachykardie, Palpitation, Hypertonie.

    Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts

    Häufig: übelkeit und Erbrechen.

    Selten: trockener Mund, Obstipation, Durchfall oder Völlegefühl.

    Affektionen der Leber und Gallenblase

    Selten: erhöhte Leberenzyme.

    Siehe auch unter «,Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen», und «,überdosierung»,.

    Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes

    Gelegentlich: Erythematöse, urtikarielle Hautreaktionen und Hautrötungen.

    Selten: Hautausschlag, Pruritus.

    Sehr seltene Fälle von schwerwiegenden Hautreaktionen wie Stevens-Johnson Syndrom und toxisch epidermale Nekrolyse (Lyell Syndrom) wurden berichtet.

    Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von grosser Wichtigkeit. Sie ermöglicht eine kontinuierliche überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels. Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdacht einer neuen oder schwerwiegenden Nebenwirkung über das Online-Portal ElViS (Electronic Vigilance System) anzuzeigen. Informationen dazu finden Sie unter www.swissmedic.ch.

    Überdosierung

    Im Falle einer überdosierung mit Amavita Flumol Grippe werden die Symptome von einer überdosierung mit Paracetamol am bedeutendsten sein.

    Paracetamol:

    Eine unverzügliche medizinische Betreuung ist im Falle einer überdosierung notwendig, auch wenn die Symptome nicht präsent sind.

    Bei einer akuten überdosierung kann Paracetamol eine hepatotoxische Wirkung auslösen und bis zu einer Lebernekrose führen. Eine überdosierung, wie auch eine hohe Gesamtmenge erreicht über einen längeren Zeitraum, kann eine Analgetika-induzierte Nephropathie mit irreversiblem Leberversagen auslösen. Das Risiko einer überdosierung besteht v.a. bei älteren Patienten, kleinen Kindern, bei Patienten mit Lebererkrankungen, bei chronischem Alkoholmissbrauch, bei chronischer Mangelernährung oder bei gleichzeitiger Einnahme von Enzyminduktoren.

    Eine überdosierung mit Paracetamol kann zu Leberversagen, Enzephalopathie, Koma und Tod führen.

    Nach oraler Einnahme von 7,5 g &ndash, 10 g Paracetamol bei Erwachsenen und von 140 &ndash, 200 mg/kg Körpergewicht beim Kind (bei prädisponierten Patienten wie z.B. solchen mit erhöhtem Alkoholkonsum oder verminderter Glutathionreserve bei Nahrungskarenz schon in geringeren Dosen) kommt es zu akuten Vergiftungserscheinungen an Zellen der Leber und des Nierentubulus in Form von lebensgefährlichen Zellnekrosen.

    Plasmakonzentrationen von >,200 µ,g/ml nach 4 h, von >,100 µ,g/ml nach 8 h, von >,50 µ,g/ml nach 12 h und von >,30 µ,g/ml nach 15 h führen zu Leberschäden mit tödlichem Verlauf im Coma hepaticum. Die Hepatotoxizität steht in direkter Abhängigkeit zur Plasmakonzentration.

    Symptome1. Phase (= 1. Tag)

    übelkeit, Erbrechen, abdominelle Schmerzen, Appetitlosigkeit, allgemeines Krankheitsgefühl, Blässe, Schwitzen.

    2. Phase (= 2. Tag)

    Subjektive Besserung, Lebervergrösserung, erhöhte Transaminasewerte (AST, ALT), erhöhte Bilirubinwerte, Thromboplastinzeit verlängert, Zunahme der Laktatdehydrogenase.

    3. Phase (= 3. Tag)

    Transaminasewerte (AST, ALT) stark erhöht, Ikterus, Hypoglykämie, Leberkoma.

    Akutes Nierenversagen mit akuter tubulärer Nekrose kann sich selbst bei Abwesenheit schwerer Leberschäden entwickeln. Es gibt auch Berichte über Herzrhythmusstörungen und Pankreatitis.

    Therapie

    Eine wirksame Therapie sollte bereits bei Verdacht auf eine Intoxikation unverzüglich eingeleitet werden und folgende Massnahmen umfassen:

    • Magenspülung (ist nur innerhalb der ersten 1 &ndash, 2 h sinnvoll), nachfolgend Verabreichung von Aktivkohle.
    • Orale Gabe von N-Acetyl-Cystein oder Methionin. In Situationen, wo die orale Applikation des Antidots nicht oder nicht gut möglich ist (z.B. durch heftiges Erbrechen, Bewusstseinstrübung), kann N-Acetyl-Cystein intravenös verabreicht werden, wenn möglich innerhalb von 8 h. N-Acetylcystein kann nach 16 h noch einen gewissen Schutz bieten.
    • Paracetamol-Konzentration im Plasma messen (nicht früher als 4 h nach Einnahme).
    • überwachung von Atmung und Kreislauf (kein Adrenalin!). Bei Konvulsionen (Krämpfen) kann Diazepam verabreicht werden.

    Hepatische Tests müssen zu Beginn der Behandlung und alle 24 h durchgeführt und wiederholt werden. In den meisten Fällen normalisieren sich die hepatischen Transaminasen nach 1 bis 2 Wochen mit vollständiger Wiederherstellung der Leberfunktion. In sehr schweren Fällen, kann jedoch eine Lebertransplantation notwendig sein.

    Detaillierte Informationen zur Therapie können bei Tox Info Suisse erfragt werden.

    Pheniramin und Phenylephrin

    Aufgrund der gegenseitigen Verstärkung der parasympatholytischen Wirkung des Antihistaminikums und der sympathomimetischen Wirkung des Phenylephrins können folgende Symptome auftreten: Schläfrigkeit, später Exzitation, besonders bei Kindern, Sehstörungen, Hautausschlag, Nausea, Erbrechen, Kopfschmerzen, Kreislaufstörungen, Koma, Krampfanfälle, Hypertonie und Bradykardie.

    Ein spezifisches Antidot gibt es nicht. Es gelten die üblichen Notfallmassnahmen.

    Stimulanzien sollten nicht verabreicht werden, bei einem Blutdruckabfall können Vasopressoren gegeben werden.

    Bei Hypertonie kann mit einem i.v. Alpha-Rezeptorenblocker behandelt werden. Bei Konvulsionen (Krämpfen) kann Diazepam verabreicht werden.

    Detaillierte Informationen zur Therapie können bei Tox Info Suisse erfragt werden.

    Eigenschaften/WirkungenATC-Code

    N02BE51

    WirkungsmechanismusParacetamol

    Paracetamol ist ein Analgetikum und Antipyretikum mit zentraler und peripherer Wirkung. Der Wirkungsmechanismus ist nicht eindeutig geklärt.

    Pheniramin-Maleat

    Pheniramin ist ein H1-Rezeptor-Antagonist und wirkt sekretionshemmend.

    Phenylephrin

    Phenylephrin ist ein sympathomimetisches Amin mit vorwiegend direkter Wirkung auf die alpha-adrenergen Rezeptoren. Bei therapeutischer Dosierung zur Abschwellung der Nasenschleimhaut, ist die Wirkung auf die kardialen beta-adrenergen-Rezeptoren und das ZNS gering.

    Ascorbinsäure

    Ascorbinsäure (Vitamin C) hilft, den während Fieber und Grippe erhöhten Vitamin C-Bedarf zu decken.

    PharmakodynamikParacetamol

    Der analgetische Wirkungsmechanismus beruht auf der Hemmung der Prostaglandinsynthese, die vorwiegend zentral und geringer auch peripher erfolgt. Die antipyretische Wirkung beruht auf einer Hemmung des Effektes endogener Pyrogene auf das hypothalamische Temperaturregulationszentrum. Paracetamol verfügt über keine ausgeprägte antiphlogistische Wirkung und hat keinen Einfluss auf die Hämostase oder die Magenschleimhaut.

    Pheniramin-Maleat

    Es wirkt gegen die üblichen allergischen Symptome, die mit einer Erkrankung der Atemwege verbunden sind. Es besitzt eine mässig sedierende Wirkung und eine antimuskarinische Aktivität.

    Phenylephrin

    Durch Vasokonstriktion wirkt es abschwellend auf die Nasenschleimhaut, ödeme und Schwellung der Nasenschleimhaut werden reduziert.

    PharmakokinetikAbsorptionParacetamol

    Die Absorption von Paracetamol aus dem Magen-Darm-Trakt erfolgt rasch und fast vollständig, wobei die höchsten Plasmakonzentrationen nach 30 &ndash, 60 ,Min. auftreten.

    Pheniramin-Maleat

    Pheniramin-Maleat erreicht nach 1 &ndash, 2,5 h die maximale Plasmakonzentration, die Halbwertszeit beträgt 16 &ndash, 19 h.

    Phenylephrin-Hydrochlorid

    Phenylephrin hat nur eine beschränkte Bioverfügbarkeit aufgrund von ungleichmässiger Absorption im Gastrointestinaltrakt und einem first-pass Effekt in Darm und Leber, der durch Monoaminooxidase verursacht wird.

    Ascorbinsäure

    Ascorbinsäure (Vitamin C) wird aus dem Verdauungstrakt rasch und vollständig resorbiert.

    DistributionParacetamol

    Paracetamol wird in die meisten Körperflüssigkeiten verteilt. Es passiert die Plazenta und tritt in die Muttermilch über.

    Die Plasmaproteinbindung ist bei therapeutischer Konzentration vernachlässigbar, steigt aber mit zunehmender Konzentration.

    Phenylephrin-Hydrochlorid

    Die maximale Plasmakonzentration wird zwischen 45 Minuten und 2 Stunden erreicht und die Plasmahalbwertszeit liegt zwischen 2 und 3 Stunden.

    Ascorbinsäure

    Ascorbinsäure wird in alle Körperzellen verteilt. Die Plasmaproteinbindung beträgt 25%.

    MetabolismusParacetamol

    Paracetamol wird hauptsächlich in der Leber durch Konjugation mit Glukuronsäure und Schwefelsäure metabolisiert.

    EliminationParacetamol

    Die Elimination erfolgt vor allem renal als Glukuronid- und Sulfat-Konjugate.

    Bei therapeutischen Dosen beträgt die Eliminationshalbwertszeit etwa 1 &ndash, 3 h.

    Pheniramin-Maleat

    70 &ndash, 83% der oralen Dosis werden unverändert oder als Metaboliten im Urin ausgeschieden.

    Phenylephrin-Hydrochlorid

    Die Elimination erfolgt renal und fast ausschliesslich als Sulfatkonjugat.

    Ascorbinsäure

    überschüssiges, vom Körper nicht benötigtes Vitamin C, wird als Metabolit renal ausgeschieden.

    Kinetik spezieller PatientengruppenParacetamolLeberinsuffizienz

    Die Plasmahalbwertszeit ist bei Patienten mit leichter Leberinsuffizienz weitgehend unverändert. Bei Patienten mit schwerer Leberinsuffizienz ist sie jedoch erheblich verlängert.

    In klinischen Studien mit oralem Paracetamol wurde anhand von erhöhten Paracetamol Plasma-Konzentrationen und längerer Eliminations-Halbwertszeit bei Patienten mit einer chronischen Lebererkrankung einschliesslich bei Patienten mit durch Alkohol verursachter Leberzirrhose, ein mässig beeinträchtigter Metabolismus von Paracetamol gezeigt. Es wurde jedoch keine signifikante Paracetamol-Akkumulation beobachtet. Die erhöhte Paracetamol Plasma-Halbwertszeit wurde mit einem verminderten synthetischen Leistungsvermögen der Leber in Zusammenhang gebracht. Aus diesem Grund sollte Paracetamol bei Patienten mit einer Lebererkrankung mit Vorsicht eingesetzt werden. Paracetamol ist kontraindiziert, wenn eine dekompensierte aktive Lebererkrankung besteht, insbesondere durch Alkoholüberkonsum verursachte Hepatitis (wegen der CYP2E1 Induktion, die zu einer erhöhten Bildung von hepatotoxischen Metaboliten des Paracetamols führt).

    Niereninsuffizienz

    Im Falle einer schweren Niereninsuffizienz (Kreatininclearance 10 &ndash, 30 ml/min) ist bei Paracetamol-Monopräparaten die Paracetamol-Elimination wenig verlangsamt, die Eliminationshalbwertszeit liegt zwischen 2 und 5,3 Stunden. Die Eliminationsgeschwindigkeit der Glucuronide und Sulfokonjugate ist 3-mal langsamer bei Patienten mit schwerer Niereninsuffizienz als bei Gesunden. Bei dieser Population ist bei Paracetamol-Monopräparaten jedoch keine Dosisanpassung notwendig, da die Glucuronide und Sulfokonjugate nicht toxisch sind. Allerdings wird empfohlen, den Mindestabstand zwischen den einzelnen Anwendungen gemäss der Dosierungsempfehlung zu verlängern, wenn Paracetamol bei Patienten mit einer mässigen bis schweren Niereninsuffizienz (Kreatininclearance &le,50 ml/min) angewendet wird (siehe «,Dosierung/Anwendung»,).

    Amavita Flumol Grippe (fixe Arzneimittelkombination) ist bei schwerer Niereninsuffizienz (Kreatininclearance <,30 ml/min) kontraindiziert.

    Bei Hämodialyse-Patienten kann die Halbwertszeit nach Gabe therapeutischer Paracetamol-Dosen um 40 &ndash, 50% vermindert sein.

    ältere Patienten

    Die Halbwertszeit kann bei älteren Personen verlängert sein und mit einer Verminderung der Arzneimittel-Clearance einhergehen. Es ist normalerweise keine Dosisanpassung erforderlich.

    Präklinische Daten

    Es liegen keine präklinischen Studien mit Amavita Flumol Grippe vor. Paracetamol, Pheniramin-Maleat, Phenylephrin-Hydrochlorid und Ascorbinsäure sind aber gut dokumentiert.

    Paracetamol

    Sehr hohe akute Dosen von Paracetamol sind hepatotoxisch.

    In verschiedenen Untersuchungen wurde ein genotoxisches Potential festgestellt. Dieses ist jedoch zu relativieren, da dosisabhängig. Aufgrund der mutmasslichen Mechanismen, welche diese Effekte auslösen, kann davon ausgegangen werden, dass bei Dosen unterhalb bestimmter Grenzwerte keine genotoxischen Wirkungen auftreten, wobei aber bei verminderter Glutathionreserve tiefere Schwellenwerte möglich sind. Die Schwellenwerte, ab denen im Tierversuch eine genotoxische Wirkung gezeigt werden konnte, liegen jedoch klar im toxischen Dosisbereich, welcher Leber- und Knochenmarkschädigungen verursacht. Zudem sind nicht-hepatotoxische Dosen (bis zu 300 mg/kg bei der Ratte und 1000 mg/kg bei der Maus) nicht karzinogen. Es kann deshalb praktisch ausgeschlossen werden, dass therapeutische Dosen eine genotoxische oder karzinogene Wirkung haben.

    Toxikologische Studien zeigten keine Effekte auf die Reproduktion und keine teratogene Wirkung bei den mit Paracetamol behandelten Tieren.

    Mehrfachgabe hoher (hepatotoxischer) Dosen von Paracetamol führte zu testikulärer Atrophie bei Maus und Ratte. Die wiederholte Gabe sehr hoher Dosen von Paracetamol (&ge,500 mg/kg) an männliche Ratten resultierte in verminderter Fertilität (Beeinträchtigung von Libido und sexueller Leistung sowie Spermienbeweglichkeit).

    Pheniraminmaleat und Phenylephrin

    Präklinische Daten zur akuten Toxizität, Toxizität nach wiederholter Gabe, Genotoxizität, Mutagenität und Kanzerogenität liessen in den empfohlenen, therapeutischen Dosen keine spezielle Gefährdung des Menschen erkennen.

    Da zur Fertilität, embryonalen, fötalen und peri- und postnatalen Toxizität nur ungenügende Daten vorliegen, soll das Arzneimittel während der Schwangerschaft und Stillzeit nicht eingenommen werden.

    Ascorbinsäure

    In subchronischen und chronischen Untersuchungen an Ratten ergaben sich keine Hinweise auf substanzbedingte Effekte.

    In Langzeituntersuchungen an Mäusen wurden keine Hinweise auf ein tumorerzeugendes Potenzial beobachtet.

    Prüfungen an Zellkulturen bzw. im Tierversuch ergaben keine Hinweise auf eine mutagene Wirkung im therapeutischen Dosisbereich.

    Untersuchungen an zwei Tierspezies in täglichen Dosen von 150, 200, 500 und 1000 mg/kg Körpergewicht ergaben keine fetotoxischen Effekte.

    Sonstige HinweiseBeeinflussung diagnostischer Methoden

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